Soziale Arbeit und Klimaschutz zusammendenken
Einfluss- und Verantwortungsbereiche sozialer Einrichtungen
Gemeinnützige soziale Organisationen spielen für die dringend notwendige sozial-ökologische Transformation eine bedeutende Rolle. Der CO2-Fußabdruck der Nutzer*innen von Einrichtungen der Altenpflege, der Kinderbetreuung oder von Jugendhilfeeinrichtungen hängt maßgeblich davon ab, wie die Einrichtung mobil ist, wie sie sich mit Wärme und Strom versorgt, wie viel Abfall sie verursacht und welchen Stellenwert Nachhaltigkeit bei der Gemeinschaftsverpflegung sowie der Nutzung von Textilien oder IT-Hardware hat.
Viele unserer Mitgliedsorganisationen sind bereits engagiert aktiv im Klimaschutz, auch weil der Einsatz für die Wahrung der Menschenrechte und für soziale Gerechtigkeit der Motor für ihr Tun ist. Gleichzeitig sind sie aufgrund bereits spürbarer klimatischer Veränderungen zu Klimaanpassungsmaßnahmen gezwungen. Viele soziale Einrichtungen würden gerne weitaus mehr tun, jedoch fehlt eine ausreichende (Re-)Finanzierbarkeit von Klimaschutzmaßnahmen. Daher setzt sich der Paritätische Hessen im Schulterschluss mit anderen Wohlfahrts- und Umweltverbänden dafür ein, dass die Belange der Einrichtungen und ihrer Klient*innen eine angemessene Berücksichtigung in der hessischen Klimaschutzpolitik finden und notwendige Maßnahmen eine Gegenfinanzierung erhalten.
Klimakrise als Gerechtigkeitskrise
Die Überhitzung der Erde betrifft nicht alle gleichermaßen, weder global noch national gesehen. Arme Menschen sind stärker von den Folgen der Klimakrise betroffen als reiche, obwohl sie in geringerem Maße zur Zerstörung des Planeten beitragen. Die Klimakrise ist also eine Krise der sozialen Gerechtigkeit – ein Thema, das in der Sozialen Arbeit seit jeher zentral ist.
- Veranstaltungen online und in Präsenz mit praxisnahen Inputs zu Themen wie nachhaltige Beschaffung, klimafreundliche Gemeinschaftsverpflegung, energieeffiziente Gebäudesanierung und Klimaschutzmaßnahmen für Organisationen ohne eigene Gebäude oder Fuhrpark
- Themen- und einrichtungsbezogene Fachinformationen
- Tipps und Handreichungen zu Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen
- Informationen zu Fördermöglichkeiten
- Darstellung von Praxisbeispielen aus Hessen und dem Rest Deutschlands
Positionspapier der Liga Hessen: Wir übernehmen Verantwortung - Für mehr Klimaschutz!
In ihrem im Juni 2024 veröffentlichten Positionspapier bekräftigt die Liga Hessen ihre Bereitschaft, einen Beitrag zur Umsetzung des Klimaplans der Landesregierung zu leisten und zeigt das große CO2-Einsparpotenzial der Freien Wohlfahrtspflege auf. Gleichzeitig benötigen die Träger und Einrichtungen Rahmenbedingungen, die die Planung und Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen möglich machen.
Transformation zur Klimaneutralität in der Freien Wohlfahrtspflege ermöglichen
Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zur Verbesserung der Rahmenbedingungen
Viele Organisationen der Sozialen Arbeit haben bereits begonnen, Maßnahmen des Klimaschutzes umzusetzen und würden gerne mehr tun. Sehr häufig scheitert die Umsetzung jedoch an den Rahmenbedingungen. Die wichtigsten Stellschrauben zur Verbesserung dieser Rahmenbedingungen benennt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in ihrem im Juni 2024 veröffentlichten Forderungspapier. Es ist adressiert an Politik, Verwaltung und Kostenträger auf allen Ebenen, vom Bund über die Länder bis zu den Kommunen.
Einen Überblick gibt es hier.
Für eine sozial-ökologische Zukunft: Grundsatzposition des Paritätischen
Der Paritätische und seine Mitgliedsorganisationen sehen es als ihre Aufgabe, ihren Beitrag zu einer ökologisch nachhaltigen Gesellschaft zu leisten. Dazu gehört auch das Ziel der Klimaneutralität und der Beitrag zur Erreichung des 1,5°-Ziels von Paris.
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Die ökologische Wende sozial und gerecht gestalten – Forderungen an die Landesregierung 2024-2029
Der Paritätische Hessen hat in seinem dialogorientierten Forderungspapier zusammengetragen, welche Probleme in Hessen vordringlich angegangen werden müssen und welche Lösungen möglich sind. Dazu gehört, das große Potenzial und die hohe Motivation der Freien Wohlfahrtspflege für die Einsparung von CO2-Emissionen zu erkennen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Klimaschutz-Maßnahmen umgesetzt werden können.
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Sozial geht auch klimaneutral – Positionen der Liga Hessen gegenüber der Landesregierung
Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Hessen hat Handlungsempfehlungen für die Hessische Landesregierung formuliert. Hier wird insbesondere auf das große Potenzial der Sozialimmobilien zur CO2-Reduktion hingewiesen. Um die Refinanzierung von Sanierungsmaßnahmen zu ermöglichen, fordert die Liga entsprechende Regelungen.
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Sozial-ökologische Transformation der Sozialwirtschaft: Positionspapier des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V.
Das Positionspapier wurde am 14.10.2023 von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit verabschiedet. Es beinhaltet konkrete Forderungen an die Politik. Erklärtes Ziel ist, die Klimaneutralität aller im Paritätischen Niedersachsen vertretenen Dienste und Einrichtungen bis 2045 zu erreichen.
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Vier Schritte zur emissionsfreien Gesundheits- und Sozialwirtschaft im Bereich der Sozialimmobilien – Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland e.V. (VdDD):
Unabhängig von einem energieeffizienten Nutzerverhalten stehen zur Energieeinsparung zahlreiche technische Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, die gezielt in der Sozialwirtschaft genutzt werden können. Damit verbundene notwendige Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen sind allerdings zumeist kostenaufwändig.
Dies hat zur Folge, dass eine Nachhaltigkeitsinvestition sich für das Sozialunternehmen nicht durch Einsparungen rechnet und es sogar Nachteile hat, da es die Kosten (Instandhaltungsaufwendungen, Abschreibungen, Zinsaufwendungen), die durch Maßnahmen zur energetischen Sanierung entstehen, selbst tragen muss.
Der VdDD analysiert Potenziale der Gesundheits- und Sozialwirtschaft und Hindernisse auf dem Weg zur Klimaneutralität und zeigt Lösungen auf.
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Klimaanpassung in der Sozialen Arbeit: Ein Leitfaden für Einrichtungen und Dienste
Gemeinsam mit KLUG (Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V.) und der KlimaKom eG hat der Paritätische Gesamtverband einen praxisnahen Leitfaden entwickelt, der soziale Träger bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützt. Der Leitfaden bietet konkrete Handlungsempfehlungen, Sofortmaßnahmen und Anleitungen zur Entwicklung eigener Anpassungskonzepte. Download
Klimaschutz in der Sozialen Arbeit stärken – Handlungsempfehlungen für soziale Einrichtungen und Dienste
Die Broschüre des Paritätischen Gesamtverbandes bietet konkrete und praxisnahe Empfehlungen zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in den großen Bereichen Energie, Verpflegung, Mobilität, Hauswirtschaft, Beschaffung und technische Infrastruktur Emissionen eingespart werden können. Es werden sowohl investive Maßnahmen als auch nicht-investive Maßnahmen, die auf Verhaltensänderungen abzielen, zur Reduktion der Emissionen vorgeschlagen. Das Spektrum reicht von der eigenen Erzeugung nachhaltiger Energie über die Reduktion von Speiseabfällen bis hin zum regelmäßigen Löschen von Emails und nicht mehr verwendeten Dateien.
Gleichzeitig finden Sie Anregungen zu Fragen der Planung, der Beteiligung von Mitarbeitenden und Nutzer*innen sowie zur Lobbyarbeit auf der kommunalen Ebene.
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Klimaschutz und Klimaanpassung in Kindertageseinrichtungen
Die Broschüre „Klimaschutz und Klimaanpassung in Kindertageseinrichtungen“ richtet sich an Träger und Mitarbeitende von Kindertageseinrichtungen, die gemeinsam mit den Kindern und Eltern Klimaschutz und Klimaanpassung in ihre Arbeit integrieren möchten. Hier finden Sie eine Vielzahl an Hintergrundinformationen, technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie pädagogische Aktivitäten.
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Kochbuch „Klimagesund kochen und genießen: Rezepte, Infos und Tipps für soziale Einrichtungen“
Was wir essen hat eine große Auswirkung auf das Klima. Die Gemeinschaftsverpflegung hat dabei einen enormen Einfluss, denn in Deutschland werden dort täglich 17 Millionen Menschen verpflegt. Aus diesem Grund hat der Paritätische Gesamtverband gemeinsam mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG e. V.) dieses Kochbuch für die Gemeinschaftsverpflegung erstellt.
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Empfehlungen zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks
Bevor in sozialen Einrichtungen Klimaschutzmaßnahmen ergriffen werden, lohnt sich die Analyse des CO2-Fußabdrucks. Um die Auswertung des Fußabdrucks nach Scopes und den Einstieg in Klimaschutzmaßnahmen zu erleichtern, bietet die Broschüre einen breiten Überblick über mögliche Maßnahmen zur Einsparung von Treibhausgasen.
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Klima schützen und Gesundheit fördern – Schritte zu Klimaneutralität in Pflegeeinrichtungen und besonderen Wohnformen
Die Broschüre möchte Sie auf dem Weg zu mehr Klimaschutz in Ihren Einrichtungen begleiten. Dabei werden die Bereiche Verpflegung, Energieversorgung, Mobilität und nachhaltige Beschaffung in den Blick genommen und eine Vielzahl an Maßnahmen aufgezeigt. Eine Sammlung von Praxisbeispielen zeigt, welche Ansätze schon erfolgreich in Einrichtungen des Paritätischen und der AWO umgesetzt werden.
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Leitfaden Betriebliches Mobilitätsmanagement
Die Handreichung des Bayerisches Landesamts für Umwelt bietet Unterstützung bei der Einführung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements. Es finden sich Praxisbeispiele, Anregungen für eine Bestandsaufnahme und Analysen sowie konkrete Maßnahmenvorschläge.
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Deutscher Nachhaltigkeitskodex. Leitfaden für die Freie Wohlfahrtspflege
Eine aussagekräftige Nachhaltigkeitsberichterstattung wird auch für die Freie Wohlfahrtspflege immer wichtiger. Es ist zu erwarten, dass die Berichtspflichten auch für gemeinnützige Unternehmen zunehmen werden – Stichworte sind hier die Lieferkettengesetze auf EU- und Bundesebene sowie die CSR-Berichtspflicht. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) ist ein Transparenzstandard, der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung erstellt wurde. Er dient der freiwilligen Berichterstattung über Nachhaltigkeitsaspekte von Unternehmen und bietet Leitlinien für die transparente Darstellung ihrer ökologischen, sozialen und ökonomischen Aktivitäten. Es können darüber viele wertvolle Informationen bezogen werden, und der DNK bietet den Unternehmen die Möglichkeit, ihre Nachhaltigkeitsentwicklungen darzustellen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
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Übersicht der wesentlichen Förderprogramme von Bund und Ländern für Klimaschutz und Anpassungen an den Klimawandel in der Sozialwirtschaft (Hrsg.: Sozialgestaltung GmbH)
Die Übersicht kann hier angefordert werden.
Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen
Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) unterstützt soziale Einrichtungen dabei, sich auf die Folgen der Klimaerhitzung vorzubereiten und sich an diese anzupassen. Die Förderrichtlinie Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen soll ermöglichen, die notwendigen Klimaanpassungsprozesse im Gesundheits-, Pflege- und Sozialsektor anzugehen und umzusetzen. Ziel ist, durch die Förderung vorbildhafter Modellvorhaben Anreize zur Transformation dieses Sektors zu setzen. Vorhaben sollen vor allem in Regionen zur Wirkung kommen, die besonders von der Klimaerhitzung betroffen sind bzw. sein werden (sogenannte klimatische Hotspots).
Nationale Klimaschutzinitiative – Kommunalrichtlinie
Über die Kommunalrichtlinie können sowohl strategische als auch investive Klimaschutzmaßnahmen gefördert werden. Grundsätzlich können gemeinnützige Träger Fördermittel erhalten. Sinnhaft wäre eine Antragstellung in einzelnen Fördersträngen wie Beratungsleistungen zum Klimaschutz, Energiesparmodelle oder Außen- und Hallenbeleuchtung.
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhalten Sie Unterstützung bei der Sanierung von Gebäuden, die dauerhaft Energiekosten einsparen und damit das Klima schützen. Die BEG fasst frühere Förderprogramme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich zusammen und unterstützt unter anderem den Einsatz neuer Heizungsanlagen, die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, Maßnahmen an der Gebäudehülle und den Einsatz optimierter Anlagentechnik.
Förderprogramm zur Sanierung von Nichtwohngebäuden
KfW Förderprogramme für nachhaltige Mobilität
Die deutsche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt seit Anfang 2022 mit ihren Förderprogrammen für nachhaltige Mobilität zinsgünstige Kredite für Unternehmen und Kommunen für Investitionen in nachhaltige Mobilität bereit. Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) fördert die KfW mit dem Investitionskredit Nachhaltige Mobilität für Unternehmen – auch gemeinnützige Antragsteller – bei Investitionen in nachhaltige Mobilität mit einem breit angelegten Förderangebot, darunter Förderung von klimafreundlichen Fahrzeugen sowie von Infrastrukturmaßnahmen und nachhaltiger Digitalisierung von Mobilität.
Investitionskredit Nachhaltige Mobilität (268/269)
Raumtemperatur
Die ideale Raumtemperatur: Aufenthaltsräume sollten beispielsweise 19°C bis 20°C haben. Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart 6 Prozent der Heizkosten.
Sie können darauf achten, die Raumtemperatur abhängig von der Raumgröße voreinzustellen. Sollte das nicht möglich sein, können Sie Ihre Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen darin schulen, die richtige Temperatur einzustellen. Die Idealtemperatur für Büros, Aufenthaltsräume, Spielzimmer und Bewohner*innenzimmer beträgt tagsüber 19-20° C und nachts 15° C. Schlafzimmer und Flure können kühler sein, sollten aber tagsüber mindestens 16° C haben, da sich sonst Feuchtigkeit niederschlagen und Schimmel bilden kann. Die ideale Küchentemperatur beträgt 18° C.
Nur 1° C weniger Raumtemperatur kann sechs Prozent der Heizkosten sparen!
Gemeinschaftsverpflegung
Grundsätzlich hat die Gemeinschaftsverpflegung großes Potenzial, für Mensch und Umwelt gesund gestaltet zu werden: Im Durchschnitt lässt sich in etwa die Hälfte der CO2-Emissionen in einem Pflegeheim oder einer Kindertageseinrichtung auf die Verpflegung zurückführen.
Ein größeres Angebot an pflanzlichen Speisen, die regional erzeugt sowie biologisch und saisonal angebaut werden, entspricht nicht nur den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), sondern schont im Sinne der Planetary Health Diet auch Ressourcen und trägt zum Erhalt der Biodiversität bei. Weitere Stellschrauben sind die Verringerung oder Vermeidung von Lebensmittelabfällen und der Einsatz energieeffizienter Küchengeräte.
Senor*innen
Fit im Alter – Gesund essen, besser leben
Die Plattform der DGE stellt die Verpflegung älterer Menschen mit „Essen auf Rädern“ und in Senioreneinrichtungen in den Mittelpunkt und unterstützt Verantwortliche bei der Optimierung ihres Angebots. Praxisbeispiele, eine umfangreiche Rezeptdatenbank, beispielhafte Speisepläne, der digitale Speiseplancheck und umfangreiche Hintergrundinformationen bieten Anregung und Unterstützung für eine gesunde und nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung für Ältere. Grundlage ist der „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung mit „Essen auf Rädern“ und in Senioreneinrichtungen“.
Vernetzungsstelle Seniorenernährung in Hessen
Die Sektion Hessen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. hat im Sommer 2023 die Vernetzungsstelle Seniorenernährung eingerichtet. Diese zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle bietet pflegenden Angehörigen, der ambulanten und stationären Pflege, Speisenanbietern und mobilen Verpflegungsdiensten neben Beratung auch Information, Qualifizierung und Vernetzung und steht zudem Seniorinnen und Senioren im eigenen häuslichen Umfeld oder in Wohngruppen beratend zur Seite.
Kinder
FIT KID – Die Gesund-Essen-Aktion für Kitas
Bei FIT KID – ebenfalls eine Plattform der DGE – steht die Verpflegung von Kindern im Alter von eins bis sechs Jahren im Mittelpunkt. Die praxisnahen Angebote zur Umsetzung des „DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas“ bieten Unterstützung bei der Gestaltung eines gesundheitsfördernden und nachhaltigen Verpflegungsangebots für Kinder.
Vernetzungsstelle Kitaverpflegung in Hessen
Das Ziel der Vernetzungsstelle Kitaverpflegung bei der Verbraucherzentrale Hessen ist eine Qualitätsoffensive für ausgewogene, kindgerechte, genussvolle und nachhaltigere Verpflegung in der hessischen frühkindlichen Tagesbetreuung. Mit ihren Angeboten von Beratung, Informationen und Vernetzung möchte die Vernetzungsstelle den Wissenstransfer fördern und Akteure im Bereich Kindertagespflege und Kita unterstützen.
Ernährung in der Kita – NQZ
Auf der Seite des Nationalen Qualitätszentrums für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) finden sich Hintergrundinformationen, Handreichungen und Schulungsangebote.
Patient*innen
Station Ernährung – Vollwertige Ernährung in Krankenhäusern und Rehakliniken
Station Ernährung unterstützt Küchenfachkräfte und Verantwortliche für Verpflegung in Krankenhäusern, Rehakliniken und entsprechenden Catering-Betrieben durch praxisnahe Informationen und Tools, die auf dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kliniken“ basieren. Er beschreibt praxisnah, wie ein gesundheitsförderndes und nachhaltiges Verpflegungsangebot im Idealfall aussehen soll. Anhand dieser optimalen Verpflegungssituation können Kliniken ihr eigenes Angebot bewerten und sich diesem schrittweise und im eigenen Tempo annähern.
Einkauf
Nachhaltige Beschaffung in sozialen Einrichtungen
Von der Bettwäsche und Arbeitskleidung über Reinigungsmittel bis hin zum Druckerpapier – auch soziale Einrichtungen und Dienste können Produkte nachhaltig beschaffen und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Menschen und der Umwelt leisten. Die Inforeihe „Nachhaltige Beschaffung in sozialen Einrichtungen“ des Paritätischen Gesamtverbands hat hierzu Impulse und Tipps vorgestellt.
Kirchenshop
Der „B2B Marktplatz für öko fair soziale Beschaffung“ bietet Produkte und Rahmenverträge für kirchliche und sozialwirtschaftliche Einrichtungen. Die Bandbreite der Angebote reicht von Energietarifen mit 100% Ökostrom über Leasing von E-Fahrzeugen bis zu Verbrauchsgütern wie Textilien und Büromöbeln.
Energie und Gebäude
Photovoltaik in sozialen Einrichtungen
Um das Klima zu schützen, ist der Umstieg auf erneuerbare Energien von hoher Bedeutung. Der Ausbau von Photovoltaik verhilft zu einer höheren Unabhängigkeit und einer zukunftsfähigen Energieversorgung – auch in sozialen Einrichtungen. Die Veranstaltung des Paritätischen Gesamtverbandes gab Einblicke in Voraussetzungen und Finanzierung eines solchen Vorhabens.
Energiemanagement in sozialen Einrichtungen
Warum sich ein Energiemanagement lohnt und wie es alltagstauglich seit Jahren in der Lebenshilfe der Region Baden-Baden – Bühl – Achern e.V. (BBA) umgesetzt wird war Thema dieser Veranstaltung des Paritätischen Gesamtverbandes.
Praxisbeispiel: Klimaschutz und Öko-Bildung bei einem Träger der Behindertenhilfe
Der Träger reha e.V. in Berlin betreut über 500 Menschen mit geistigen Behinderungen und seelischen Beeinträchtigungen. reha e.V. hat verschiedene Klimaschutz-Maßnahmen ergriffen, sowohl in Bezug auf das eigene ressourcenschonende Verhalten sowie Energiegewinnung und -einsparung in den Gebäuden und Werkstätten als auch in Form von Sensibilisierung der Kund*innen. Ein Projekt des Trägers ist „unser Klima. Öko-Bildung in Leichter Sprache und inklusive Mitmach‑Angebote“. Bestandteile sind Workshop-Reihen, begleitete Exkursionen und Angebote zum Alleinlernen. In der Heftreihe „unser Klima“ werden Anregungen aus den Workshops und Exkursionen für Menschen mit Lernschwierigkeiten publiziert. Die Hefte bieten viele Materialien und Links, die sich in unserer Praxis gut bewährt haben. Zur Reihe gehört ein Anleitungsheft für pädagogische Fachkräfte mit Tipps für die Moderation, Fahrpläne für Workshops und Ideen für inklusive Mitmach-Angebote.
Mobilität
Betriebliches Mobilitätsmanagement
Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) dient als Instrument zur Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl auf dem Arbeitsweg und im Dienst, mit dem Ziel, umweltverträgliche Verkehrsmittel zu fördern. Handlungsfelder des Mobilitätsmanagements sind die Stärkung nicht motorisierter und öffentlicher Verkehrsmittel, Fuhrparkoptimierung, Förderung von Fahrgemeinschaften, Optimierung von Dienstwegen und -reisen sowie Kommunikation und Change-Management.
Informationen zur Einführung eines BMM, zur Durchführung einer Mobilitätsanalyse oder zu Beratungsangeboten finden sich auf der Deutschen Plattform für Mobilitätsmanagement e.V. (DEPOMM).
Ein Baustein des betrieblichen Mobilitätsmanagements kann das Mobilitätsbudget sein. Ein Mobilitätsbudget ist ein vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellter, vorab festgelegter Betrag, der von den Arbeitnehmer*innen für die Nutzung unterschiedlicher Mobilitätsangebote verwendet werden kann.
Beratungsangebot „Besser zur Arbeit“
Das Beratungsprogramm „Besser zur Arbeit“ bietet Unternehmen in Hessen kostenfreie Unterstützung bei der Erarbeitung und Umsetzung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements. Das Programm der ivm GmbH besteht aus vier Modulen, die über eine Erstberatung bis zur Unterstützung bei der Erarbeitung eines maßgeschneiderten betrieblichen Mobilitätskonzepts reichen.
Kommunikation
Klimakommunikation – Besser reden über Klimaschutz
Es braucht mehr als Wissen und Fakten, damit Menschen ins Handeln kommen. Kommunikation entscheidet. Klimafakten.de will dabei helfen, besser und wirksamer rund ums Klima zu kommunizieren. Auf der Homepage finden sich aktuelle Nachrichten aus Forschung und Praxis rund um die Klimakommunikation, hilfreiche Handreichungen zum Thema und das Handbuch "Über Klima sprechen" mit Grundlagenwissen und praktischen Tipps.
Projekt „Green Nudging“ – Anstöße für klimafreundliches Verhalten am Arbeitsplatz
Wollen Unternehmen und Kommunen ihre Energie- und Klimabilanz verbessern, sollten sie ihre Mitarbeitenden mitdenken. Denn ihr Verhalten trägt maßgeblich zum Ressourcenverbrauch bei. Dabei sehen sie sich allerdings mit einem allzu menschlichen Phänomen konfrontiert: Obwohl das Wissen über Klimaschutz und das Umweltbewusstsein in der Gesellschaft steigen, führt dieses nicht zwingend zu verändertem Verhalten – weder im privaten Umfeld noch am Arbeitsplatz. Genau an dieser Herausforderung setzt Green Nudging an: Innerbetriebliche Prozesse sollen so angepasst werden, dass die Mitarbeitenden automatisch klimafreundlicher handeln.
Der Nudge-Katalog, ein Leitfaden, vertiefende Transferblätter sowie eine Präsentation zum Thema Nudging helfen Unternehmen und Kommunen, eigenständig Nudges zu entwickeln und anzuwenden.
Klimaanpassung
Klima und Gesundheit: Hitzeschutz in sozialen Einrichtungen und Diensten stärken
Auf der Projektseite des Paritätischen Gesamtverbandes finden Sie Hintergrundinformationen, Maßnahmen und Verhaltensempfehlungen zum Themenfeld Klimaanpassung bzw. Hitzeschutz in unterschiedlichen Einrichtungen der Sozialen Arbeit.
Zentrum Klimaanpassung
Das Zentrum Klimaanpassung unterstützt Kommunen – Verwaltung, Politik und Aufgabenträger – sowie weitere kommunale Akteur*innen und Träger*innen sozialer Einrichtungen bundesweit bedarfsgerecht bei der Initiierung von und bei dem Einstieg in die Anpassung an die Folgen des Klimawandels beim Aufbau von Wissen, bei der Auswahl und Nutzung von Fördermitteln, bei der Aus- und Fortbildung von Personal sowie bei Austausch und Vernetzung zur Umsetzung von Projekten.
Fachzentrum Klimawandel und Anpassung
Das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung ist der Ansprechpartner für Anpassungsmaßnahmen in Hessen und stellt Informationen zu Klimawandel und Klimafolgen zur Verfügung.
Hitzeresiliente und Gesundheitsfördernde Lebens- und Arbeitsbedingungen in der stationären Pflege (HIGELA)
Das Projekt HIGELA wird von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) und dem Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V. (AWO) geleitet und vom BKK Dachverband e.V. gefördert. Kerninhalt des Projekts ist die Anpassung der stationären Altenpflege an die zunehmenden Herausforderungen extremer Hitzeperioden. Im Fokus stehen kostenfreie virtuelle Schulungen von Beschäftigten sowie die Entwicklung und Erprobung weiterer Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention, um den Lebens- und Arbeitsalltag der Beschäftigten und der Bewohnenden hitzeresilienter zu gestalten. Zudem wurden Materialien wie Infobroschüren und Poster entwickelt und stehen zum Download zur Verfügung.
Klimaanpassung in der Pflege (KlapP)
Im Rahmen des Projektes „Klimaanpassung in der Pflege“ (KlapP) wurden für die Pflege Informationsmaterialien zum Umgang mit Hitzeereignissen erstellt. Das Projekt ist beendet; auf der Homepage stehen die erarbeiteten Publikationen weiterhin zur Verfügung. Außerdem kann eine Online-Schulung „Pflege bei Hitze“ (Lang- und Kurzversion) im Selbststudium bearbeitet werden.
Ihre Ansprechpartnerinnen
Claudia Vortmann
Projektkoordination „Klimaschutz im Paritätischen Hessen“
klimaschutz(at)paritaet-hessen.org
Tel.: 069 955262 39
Mobil: 0173 3494283
Annette Wippermann
Projektleitung "Klimaschutz im Paritätischen"
annette.wippermann(at)paritaet-hessen.org
Mobil: 0177 5614631