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Armut ist weiblich

Donnerstag, 07. März 2019

Das Bündnis für soziale Gerechtigkeit in Hessen, zu dem auch der PARITÄTISCHE Hessen gehört, fordert zum Internationalen Frauentag, Altersarmut zu bekämpfen.

Die Alterssicherungseinkünfte von Frauen sind in Deutschland nicht einmal halb so hoch, wie die der Männer. Gründe hierfür sind vor allem Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Kinderbetreuung und Pflege. Hinzu kommt, dass Frauen sich – im Gegensatz zu Männern – doppelt so häufig in prekärer (Teilzeit-)Beschäftigung befinden. Auch die unterdurchschnittliche Bezahlung geschlechtsspezifischer Arbeit, beispielsweise in Pflege- und Sorgeberufen, verschlechtert die Lebenssituation von Frauen weiter.

„Wenn jetzt die Weichen nicht neu gestellt werden, wird sich die Altersversorgung der Frauen zukünftig weiter dramatisch verschlechtern“, so Michael Rudolph, Sprecher des Bündnisses für soziale Gerechtigkeit in Hessen.

Konkret fordert das Bündnis eine bessere Bewertung niedriger Einkommen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die gesetzliche Rente muss das Existenzminimum übersteigen – unabhängig vom Erwerbsverlauf. Das Rentenniveau soll auf mindesten 50 Prozent angehoben werden und eine Anhebung des Renteneintrittsalters lehnt das Bündnis ab.

Vollständige Pressemitteilung (PDF)