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Kitas kehren zur Normalität zurück

Der Paritätische Hessen appelliert an die Landesregierung, Kinder, Eltern und Betreuungseinrichtungen zu unterstützen.

Soziale Ängste und Distanziertheit, Verzögerungen in der Sprachentwicklung und der sozial-emotionalen Entwicklung sowie einen erschwerten
Bindungsaufbau. Das sind nur einige der Folgen der Corona-Pandemie, die Pädagog*innen aktuell bei vielen Kindern unter sechs Jahren beobachten.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen appelliert an die Landesregierung, Kinder, Eltern und Betreuungseinrichtungen in dieser Situation im Blick zu haben und zu unterstützen. „Um Defizite anzugehen und die Rückkehr in den Normalbetrieb zu gestalten, brauchen Kindertagesstätten Zeit und Ressourcen“, sagt Landesgeschäftsführerin Dr. Yasmin Alinaghi.

„Unter den Kontaktbeschränkungen hat oft auch die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern gelitten“, ergänzt Eric Gumlich, Referent für Kinder- und Jugendhilfe. Diese wiederaufzubauen, Konflikte zu bearbeiten, die sich vielerorts an den gesetzlichen Pandemieregeln und dem zeitweise stark eingeschränkten Betreuungsumfang entzündet haben, das sind die Aufgaben der Kindertagesstätten und hierzu braucht es zeitliche und personelle Spielräume. Konkret fordert der Paritätische Hessen, dass die Kitas übergangsweise zusätzliches Personal beschäftigen dürfen – aufgrund des Fachkräftemangels auch geeignete Mitarbeitende ohne staatliche Anerkennung. Dies wurde durch die Pandemie-Verordnungen bereits ermöglicht und sollte für einen gewissen Zeitraum beibehalten werden. Die Einrichtungen hätten somit mehr Zeit für die individuelle Förderung von Kindern, Wiedereingewöhnungen oder Elterngespräche – der Bedarf ist groß.

Zur Pressemitteilung (PDF)