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Armutszahlen des Statistischen Bundesamts

Innerhalb nur eines Jahres sind rund 300.000 Menschen mehr von Armut betroffen. Die Armut in Deutschland steigt von 15,5 auf 16,1 Prozent.

Katja Kipping, Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband: 

"Armut ist nicht nur eine abstrakte Zahl. Für die Betroffenen bedeutet Armut: Kinder ohne Winterjacke, Familien, die bei der Heizung sparen müssen. Armut bedeutet Existenzängste, die Sorge um den möglichen Verlust der Wohnung, Vereinsamung und zunehmende gesundheitliche Probleme.

Diese Zahlen sind deshalb ein Handlungsauftrag für die Regierung. Die Regierung steht in der Pflicht, Armut abzubauen und nicht zu verschärfen. Jede sozialpolitische Reform muss deshalb einem Armutsvermeidungs-Check unterzogen werden. Heißt: Jede geplante Maßnahme, die droht Armut zu verschärfen, ist zu unterlassen. Sozialleistungen sind stattdessen armutsfest auszugestalten."