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Projekt "Schutz wohlfahrtspflegerischer Einrichtungen vor politischer Anfeindung und Drangsalierung"

In der Corona-Pandemie treten verstärkt Verschwörungstheorien zu Tage, die antidemokratische und menschenfeindliche Komponenten haben. Akteur*innen dieser Bewegungen grenzen sich nicht gegen rechtsextreme Gruppen ab und suchen zum Teil den Schulterschluss mit diesen. Zivilgesellschaftliche Organisationen, die in der Krise Werte wie Solidarität und Rücksichtname propagieren, geraten dadurch verstärkt unter Druck und sind Anfeindungen ausgesetzt. So verschärft sich das politische und gesellschaftliche Klima weiter, das schon vor der Pandemie durch Hassrede in sozialen Medien und das Agieren rechtsextremer Parteien wie der AfD äußerst angespannt war.

Soziale Organisationen sehen sich zunehmend diffamierende Äußerungen im virtuellen Raum ausgesetzt, z. B. durch E-Mail-Zuschriften oder Kommentare in sozialen Netzwerken. Zu menschen- und demokratiefeindlichen, rassistischen und antisemitischen Äußerungen und Positionen, die in den vergangenen Jahren um sich gegriffen haben, kommen in der Corona-Pandemie im beruflichen Alltag neue Herausforderungen hinzu. Etwa müssen sie bei der Umsetzung der Hygieneregeln müssen sie adäquat reagieren, wenn Klient*innen oder auch Mitarbeitende sich weigern, diese einzuhalten. Sie müssen auch handlungsfähig sein, wenn sie mit Verschwörungstheorien konfrontiert sind, die den Werten des Paritätischen wie Vielfalt, Toleranz und Offenheit entgegenstehen.

Schwerpunkte des Projekts:

  • Unterstützungsbedarfe der Mitgliedsorganisationen identifizieren
  • die Mitgliedsorganisationen zur eigenen Stärkung vernetzen, präventiv tätig
  • werden und Betroffenen die nötige Unterstützung zukommen lassen
  • die solidarische zivilgesellschaftliche Vernetzung gegen und verschwörungstheoretische Gruppierungen und Rechtsextremismus vor Ort fördern
  • Anfragen von Mitgliedsorganisationen bearbeiten bzw. über Verweisstrukturen an Beratungsstellen weiterleiten
  • Fortbildungen und Argumentationstrainings organisieren, vorerst im Online-Format

Beim Paritätischen Gesamtverband in Berlin gibt es ebenfalls ein Projekt zur Beratung gegen Rechts, weitere Informationen dazu hier.

Ihre Ansprechpartnerin

Barbara Helfrich

barbara.helfrich@remove-this.paritaet-hessen.org
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0 69 955 262 43
Fax: 0 69 551 292
Sekretariat: (0 69) 955 262 41