Fachkräftesicherung

Jahresschwerpunktthema 2023 - 2026

Der demografische Wandel hat massive Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt – und damit auch auf die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Hessen und deren Angebote. Die sogenannten „geburtenstarken Jahrgänge“ 1955 bis 1969 gehen in den kommenden Jahren nach und nach in Ruhestand und hinterlassen auch im sozialen Sektor eine große Lücke, die nicht durch nachkommende Jahrgänge gefüllt werden wird. Schon heute spüren zivilgesellschaftliche Organisationen der Sozialen Arbeit die Auswirkungen bei der Personalakquise. Mitgliedsorganisationen aus allen Feldern der sozialen Arbeit berichten von einer immer schwieriger werdenden Personalsituation. Dies hat natürlich in der Folge Auswirkungen auf die Unterstützung von Klient*innen: Schon jetzt müssen Beratungsangebote reduziert werden, Kindergärten müssen Gruppen schließen oder Pflegedienste können keine neuen Kund*innen mehr versorgen, weil das Personal fehlt. Aufgrund der demografischen Entwicklung muss davon ausgegangen werden, dass sich dieses Problem potenziert und weiter verschärft. Dies verändert die soziale Landschaft in Hessen sowie das Engagement der Mitgliedsorganisationen für ihre Zielgruppen massiv und kann sich sogar existenzgefährdend auswirken.

In dieser schwierigen Situation unterstützt der Paritätische Hessen seine Mitgliedsorganisationen. 

Vor dem Kollaps!? Beschäftigung im sozialen Sektor. Empirische Vermessung und Handlungsansätze
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat ein Buch veröffentlicht, in dem speziell die Beschäftigungssituation und Probleme in der Sozialen Arbeit wissenschaftlich und auf Grundlage großer Datenmengen und Befragungen empirisch untersucht wurden. An der Erstellung war zum Einbezug der Praxisperspektive der DRK beteiligt. Das Buch vereint drei Perspektiven: Die der quantitativen Sozialwissenschaft, die der Praxis und letztlich eine politische Perspektive. In der Kombination soll ein anwendungsorientierter wissenschaftlicher Beitrag entstehen. Die Gesamtsicht ist laut Autor*innen trotz allem (wenig überraschend) ernüchternd. 
Das letzte Kapitel beinhaltet einen 17-Punkte Maßnahmenplan, der den Kollaps verhindern soll. 6 davon mit Bezug auf die betriebliche Ebene, 11 Punkte zielen auf Handlungsanleitungen an Politik.

Arbeitszufriedenheit in Sozial und Gesundheitsberufen. Ergebnisse der repräsentativen BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in Sozial- und Gesundheitsberufen in Deutschland wird es für die Einrichtungen in diesem Bereich zunehmend wichtiger, die Arbeitsfähigkeit ihres bestehenden Personals zu erhalten. Nach den Studienergebnissen ist Arbeitszufriedenheit mit krankheitsbedingten Fehlzeiten in Sozial- und Gesundheitsberufen assoziiert. Angesichts der gewonnenen Befunde wird die stärkere Beachtung der
Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten in diesem Bereich und vor allem eine Erweiterung ihrer Handlungsspielräume empfohlen.

Hürden für Frauen in der Arbeitswelt abbauen
Obwohl die Erwerbstätigenquote von Frauen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen ist, liegt ihr Arbeitsvolumen nach wie vor deutlich unter dem der Männer. Der Grund hierfür ist, dass Frauen, insbesondere Mütter, deutlich häufiger in Teilzeit tätig sind, um neben Ihrer Berufstätigkeit zusätzlich Familienpflichten zu erfüllen. Wären diese Mütter in der Lage, ihre Erwerbstätigkeit durch die gesellschaftliche Umverteilung von unbezahlter Sorgearbeit allein um eine Stunde auszuweiten, würden 2,5 Mio. Wochenstunden an zusätzlicher Arbeitszeit entstehen, was 71.000 Vollzeitäquivalenten entspräche – so das Ergebnis einer aktuellen Studie. In der politischen Diskussion zur Lösung des Fachkräftemangels wird deshalb auch auf die Ausweitung der Erwerbsbeteiligung von Frauen verwiesen. 

IW-Kurzbericht - Fachkräftelücken
Der IW-Kurzbericht 67/2022 legt die Berufe mit den aktuell größten Fachkräftelücken und die jeweilige Stellenüberhangsquote dar. Die größten Fachkräftelücken werden in Berufen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik sowie Kinderbetreuung und -erziehung identifiziert. 

Fachkräftestrategie der Bundesregierung 2022
Die Bundesregierung stellt in dieser Broschüre vor, welche Perspektiven und Aspekte sie im Umgang mit der Thematik der Fachkräftesicherung als wichtig erachtet und dass Fachkräftegewinnung nur gesamtgesellschaftlich geleistet werden kann. Richtungsweisend sollen dafür Ausbildungsplätze in ihrer Attraktivität gesteigert, Erwerbspotenziale ausgeschöpft, die Einwanderung von Fachkräften gesichert und die Schaffung eines guten Arbeitsklimas ermöglicht werden, welches dem Konzept des lebenslangen Lernens unterliegen soll.

Arbeitsmarkt- und Berufsprognosen für Hessen von 2021 bis 2028 
Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität hat im Auftrag des Hessischen Sozialministeriums Prognosen erstellt, welche Zahlen bis 2028 in den unterschiedlichen Regionen und Berufsfeldern zu erwarten sind. Prognostiziert werden für Hessen und insbesondere den ländlichen Raum von 2021 bis 2028 einen Mangel an 178.470 Arbeits- und Fachkräfte, der insbesondere durch den demografischen Wandel und einen Überhang an Personen ohne Berufsausbildung entstehen wird. Als Unterstützung lokaler Arbeitsmarktakteur*innen werden von der Hessischen Fachkräfteinitiative die Zukunftswerkstätten vor Ort vorgestellt, die dabei helfen sollen, eine zielgerichtete und auf das Potenzial der einzelnen Personen abgestimmte Fachkräftesicherungsstrategie durchführbar zu machen.
Sie finden den Gesamtbericht unter diesem Link.

Sie finden unter diesem Link außerdem die Regionaldossiers aufgeschlüsselt nach Regionen.

Methodenbericht
Zur besseren Nachvollziehbarkeit der genannten Zahlen finden Sie hier ebenfalls den dazu veröffentlichten Methodenbericht

Regionaldatenreport
„Die monatlichen Regionaldatenreporte des IWAK beschäftigen sich mit Indikatoren zur Einschätzung regionaler Arbeitsmarktentwicklungen in Hessen.

Attraktive Organisationskultur zur Arbeitskräftegewinnung und-bindung
Bei der Vereinbarkeit fühlen sich Leitungskräfte einerseits z.B. in einer „Erpressbarkeitsfalle" und sehr vielen individuellen Wünschen und Anforderungen der Teammitglieder ausgesetzt sind. Anderseits hat eine gelingende Vereinbarkeit eine hohe Arbeitgeberattraktivität und wird damit zu einer zentralen Grundlage für die Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter*innen. Wie die Vereinbarkeit gelingt, wie man erfolgreich mit unterschiedlichen Generationen arbeitet und geteilte Führung funktioniert, erfahren Sie im Interview mit Martin Volz-Neidlinger.

1. „Ich pflege wieder, wenn… „ Potenzialanalyse zur Berufsrückkehr und Arbeitszeitaufstockung von Pflegefachkräften
Die aus einem Kooperationsprojekt heraus entstandene Studie der Hans-Böckler-Stiftung analysiert, welche Faktoren für derzeitig oder ehemals Beschäftige in der Pflege ausschlaggebend wären, um durch Berufsrückkehrer oder eine Aufstockung von Arbeitszeit bei Teilzeitkräften die Fachkräftesituation in der Pflege zu verbessern. Auf Basis einer bundesweiten Befragung und Modellrechnungen wird das Potenzial bei vorsichtiger Berechnung auf ca. 300.000 Vollzeitstellen und in einem optimistischen Szenario sogar auf ca. 600.000 Vollzeitstellen geschätzt. Mehr als 80 Prozent dieses Potenzials beruht auf der Rückkehr „ausgestiegener“ Fachkräfte. Voraussetzung hierfür sind jedoch eine maßgebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege. 
Hier finden Sie eine Kurzfassung und eine Langfassung der Ergebnisse.

2.  Care-Arbeit Verantwortung und Zukunft
Das Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit veröffentlicht 2022 mit einer Förderung des BFSFJ eine Vierteljahresheftausgabe, die sich in verschiedenen Artikeln und Perspektiven auf die Fachkräftesicherung in Pflege und Sozialer Arbeit bezieht. Hierbei werden gesellschaftlich gewachsene Erwartungen an Care Arbeit, sowie die qualitativen und quantitativen Herausforderungen in Bezug auf die Ausbildungsberufe und spätere Arbeitsbereiche in der sozialen Arbeit und Pflege, reflektiert. 

3. Arbeits- und Personalsituation in der Alten- und Krankenpflege
Vor dem Hintergrund großer und steigender Bedarfe an Pflegekräften trotz steigender Beschäftigungszahlen im Pflegebereich wurden Beschäftigte und Führungskräfte in Pflege und Krankenhauseinrichtungen zu Möglichkeiten befragt, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und dem steigenden Personalbedarf zu begegnen. Ergebnisse der Studie sind, dass Pflegekräfte in ihrem Berufsalltag eine hohe Arbeitsverdichtung erleben und somit verhindert sind ihren eigenen beruflichen Ansprüchen und den tatsächlichen Bedarfen der Pflegebedürftigen gerecht zu werden. Auch führt der bereits bestehende Personalmangel zu zusätzlichen individuellen körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen. Um die Entwicklung abzumildern führt daher kein Weg an einer Steigerung der Ausbildungszahlen und einem verstärkten Fokus der Weiterbildung von Hilfs- zu Fachkräften vorbei. Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie hier

1. Ausbildungsgarantie kompakt 
Die Friedrich Ebert Stiftung veröffentlicht eine Impulsausgabe zu dem Thema der Ausbildungsgarantie, die dafür sorgen soll, dass insbesondere junge Menschen eine Facharbeiter*innenausbildung beginnen können, damit sie nicht in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt werden, wie es bei ca. 15 % eines Altersjahrgangs ohne Ausbildungs- oder Studienabschluss der Fall ist. Hierfür werden die Problemlagen der momentanen Ausbildungsstruktur skizziert und es werden Argumentationsmuster sowie Handlungsnotwendigkeiten konstruiert.

2. Ausbildungsgarantie Langfassung
Die Friedrich Ebert Stiftung veröffentlicht eine Diskursausgabe zu dem Thema der Ausbildungsgarantie, die als Instrument für die Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Integration junger Menschen eingesetzt werden soll. Die Ausbildungsgarantie wird dabei argumentativ durch die Aufarbeitung der Problemlagen der momentanen Ausbildungslandschaft dargestellt und durch die Darstellung von verschiedenen Konzepten in ihrer Umsetzbarkeit aufgeschlüsselt.

3. Zehn Gelingensbedingungen einer Ausbildungsgarantie
Auch die Bertelsmann Stiftung beschäftigt sich mit der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgeschriebenen Ausbildungsgarantie und ihre erfolgreiche Umsetzung. Dieser Beitrag benennt zehn mögliche Bedingungen für ein Gelingen des Vorhabens und um Jugendlichen die richtigen Anreize zu bieten und Chancen zu schaffen und gleichzeitig die Betriebe im Blick zu haben.

4. Monitor Ausbildungschancen 2023
Der Monitor Ausbildungschancen 2023 geht der Frage nach, wie sich die Übergangschancen von jungen Menschen in die verschiedenen Bereiche des beruflichen Bildungssystems in Abhängigkeit der jeweiligen Schulabschlüsse entwickelt haben. Wichtigste Erkenntnisse sind, dass es zwar einen Rückgang an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen von ca. 10% in der dualen Ausbildung gab, aber inzwischen knapp die Hälfte der Schulabgänger*innen mit Abitur eine berufliche Ausbildung anstrebt, auch hier vor allem im Bereich der dualen Ausbildung. Die Übergänge von Realschulabsolvent*innen liegen stabil bei 80%. Problematisch ist, dass immer weniger Hauptschulabsolvent*innen ein Übergang in die Berufsausbildung gelingt.
Sie finden hier jeweils die Kurz- und Langfassung des Berichts.

5. Ausbildungsperspektiven von Jugendlichen mit niedriger Schuldbildung
Trotz zahlloser unbesetzter Ausbildungsplätze bleiben laut Statistik mehr als ein Drittel der Personen mit Hauptschulabschluss zwischen 20 und 34 Jahren ohne Ausbildung. Von denjenigen ohne Schulabschluss sind es sogar fast zwei Drittel. Im Spannungsfeld zwischen steigenden Qualifikationsanforderungen einerseits und rückläufigen Jobperspektiven für Ungelernte andererseits wird es für Jugendliche mit niedriger Schulbildung immer schwieriger, ihren Weg in der Arbeitswelt zu finden. Aber es zeigen sich auch Hebel, um einer solchen Entwicklung entgegenzuwirken: Viel Potenzial wird bspw. in Berufsorientierung und individueller Begleitung gesehen, um jungen Menschen Übergänge zu erleichtern. Vor diesem Hintergrund wurden über 100 Expert*innen aus dem Bereich der beruflichen Bildung zu Ausbildungsperspektiven junger Menschen mit niedriger Bildung befragt und die Ergebnisse hier zusammengetragen.

6. Regionaltypische Geschehen in der dualen Ausbildung – florierende Städte und abgehängtes Land?
Der dualen Berufsausbildung kommt als Faktor für die Fachkräftesicherung und die individuellen Lebenschancen eine zentrale Rolle für die Regionen und die dort lebenden Menschen zu. Bestehen in Stadt und Land strukturelle Unterschiede in der dualen Berufsausbildung und haben sich diese in den vergangenen Jahren verschärft? Die deskriptiven Befunde zeigen, dass auch in der dualen Berufsausbildung Stadt-Land-Unterschiede zu beobachten sind, die die These ausbildungsstarker Großstädte und ausbildungsschwächerer dörflicher Gemeinden unterstützen. Dabei zeichnen sie allerdings ein differenzierteres Bild, als mit der vereinfachten Vorstellung von florierenden Städten und abgehängtem Land zum Ausdruck kommt.

7. Faktenpapier Weiterbildungsgesetz
Das Faktenpapier aus dem Jahr 2022 bündelt in der übergreifenden Thematik des Weiterbildungsgesetztes, das Anfang 2023 im Kabinett beraten werden soll, die Wichtigkeit einer Ausbildungsgarantie sowie eines Qualifizierungsgeldes und einer Bildungszeit. Des Weiteren werden die Beratung, Berufsorientierung, Vermittlung, Mobilität, Ausbildungsvorbereitung und die Außerbetriebliche Ausbildung als die relevanten Stellschrauben für das Schaffen von attraktiven Ausbildungslandschaften identifiziert.

1. Ohne sie geht nichts mehr: Welchen Beitrag leisten Migrant*innen und Geflüchtete 
Die Studie der Friedrich Ebert Stiftung beschäftigt sich mit dem Beitrag, den Migrant*innen und Geflüchtete zur Deckung der Arbeitskraftbedarfe in Berufen mit vorausgegangener Ausbildung leisten und analysiert, welchen Beitrag durch sie in den Segmenten besonders nachgefragter Fachkraftberufe geleistet wird. Als übergreifende Ergebnisse können an dieser Stelle ein Anstieg von Migrant*innen und Geflüchteten in Fachkraftberufen und eine Abfederung der gesunkenen Ausbildungsnachfrage durch Migrant*innen und Geflüchtete festgehalten werden. 

1a. Einwanderung Fachkräftesicherung Kompakt
Dazu finden Sie einen kurzen Factsheet, der die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst. 

2. Abgewanderte ausländische Fachkräfte – verpasste Chancen für den deutschen Arbeitsmarkt
Deutschland steht angesichts des demografischen Wandels vor der Herausforderung, seinen Fach-kräftebedarf auch in Zukunft zu decken. Vor diesem Hintergrund stellen Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland zugewandert sind, dann aber Deutschland wieder verlassen haben, ein ungenutztes Potenzial dar. Eine neue Studie des IAW und des SOKO-Instituts im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit zeigt, welche ausländischen Erwerbstätigen vermehrt abwandern, und analysiert die Gründe hierfür.
Sie finden hier eine Kurz- und Langfassung der Ergebnisse der Studie.

Angebote der Paritätischen Akademie Süd
Die Paritätische Akademie informiert auf einer Themenseite über ihre Seminare zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden.

Mitarbeiterwohnen als Instrument der Personalpolitk
Die beiden Publikationen „Mitarbeiterwohnen: Mehr als ein Instrument aktiver Personalpolitik“ und „Mitarbeiterwohnen: Der Kampf um die Köpfe geht übers Wohnen“ der Regio Kontext GmbH beleuchten das Thema Mitarbeiterwohnen unter dem Aspekt aktiver Personalpolitik zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeiter*innen. Die Publikationen bieten neben erfolgreichen Praxisbeispielen und historischen Entwicklungen einen Einblicke in die unterschiedlichen Formen der Umsetzungsmöglichkeiten und Strategien diese Wohnformen als Unternehmen zu etablieren.

Ausblicke statt Abbrüche 
Das HMSI veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem IWAK eine Broschüre, die sich mit strategischen Ansätzen sowie erfolgreicher Praxisbeispiele in Bezug auf Fachkräftegewinnung und -bindung in Hessen, befasst. Situationen von Studienzweifler*innen und -abbrecher*innen, Ausbildungsabbrecher*innen, älteren Fachkräften sowie Fachkräften mit Behinderungen werden erläutert und im Folgenden zielgruppenorientiert auf potenzielle Berufsbilder zugeschnitten. Für alle Zielgruppen werden jeweils drei erfolgreiche Praxisbeispiele aus Hessen vorgestellt.

Personalarbeit - Potenzialanalyse:
Die Industrie und Handelskammer Chemnitz stellt im Sinne des Fachkräftesicherung ein drei-Schritte-Konzept vor, welches eine erfolgreiche Personalarbeit für ein Unternehmen ermöglichen soll. Die Schwerpunkte werden dabei in den ersten beiden Schritten auf eine Bestandsaufnahme und Potenzialanalyse der schon vorhandenen Mitarbeiter*innen des Unternehmens gelegt, die dazu dienen soll, Mitarbeiter*innen möglichst langfristig und effizient an das Unternehmen zu binden. Im letzten Schritt werden Personalgewinnungsstrategien vorgestellt.

Fachkräftesicherung_Ländlich_Gedacht
Die Hochschule Augsburg veröffentlicht im Jahr 2023 einen Sammelband, der sich aus verschiedenen wissenschaftlichen und praxisnahen Perspektiven mit der Fachkräftesicherung im ländlichen Raum befasst. Die Darstellung der Thematik umfasst verschiedene (Forschungs-) Expertisen, welche die unterschiedlichsten Chancencharakteristika zum Thema der Fachkräftesicherung darstellen.

Ausbildungsmarketing 4.0
Jobstarter veröffentlicht mit Unterstützung des BMBF und der Unterstützung des Europäischen Sozialfonds ein Dossier zum Thema Ausbildungsmarketing 4.0, welches helfen soll, Jugendliche für eine duale Ausbildung zu begeistern und Sie bei einer passgenauen Besetzung freier Ausbildungsplätze zu unterstützen. Das Dossier kann dabei Beratungspersonal aber auch Ausbildungsverantwortlichen in Betrieben als Anregung dienen und beinhaltet acht Kapitel, in denen Erfahrungen, erfolgreiche Maßnahmen der JOBSTARTER plus-Projekte aufbereitet und mit Praxisbeispielen hinterlegt sind.

Ihre Ansprechpartner*innen

Matteo Barutzki

Referent Projekt Schwerpunktthema „Fachkräftesicherung – Ausbildung für alle“
matteo.barutzki(at)paritaet-hessen.org
Tel.: 069 955262 12
Mobil: 0174 68 44 09 4

Susi Wiese

Sekretariat Soziale Arbeit/Verwaltung Paritätische Fachberatung Kita
susi.wiese(at)paritaet-hessen.org
Tel.: 0 69 955 262 - 57
Mobil: 0173 5248074