In Hessen leben rund 300.000 Frauen mit Behinderung, deren Lebensbedingungen sich, trotz eines in vielen Bereichen verbesserten Umfelds, oft von denen nichtbehinderter Frauen unterscheiden – aber auch von denen behinderter Männer. Das Hessische Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderungen (HKFB) setzt sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Situation dieser Frauen ein. Die Hessische Landesregierung unterstützt daher auch die Arbeit des HKFB. Staatssekretärin Manuela Strube hat dem Büro am Dienstag in Frankfurt nun einen Zuwendungsbescheid über rund 90.000 Euro für das Jahr 2026 übergeben.
„Das Koordinationsbüro leistet seit mehr als 30 Jahren wertvolle Arbeit für Frauen mit Behinderung. Das ist so wichtig wie wertvoll – für die Betroffenen, die Hilfe erfahren, aber auch im Sinne einer offenen, vielfältigen Gesellschaft, die Teilhabe ermöglicht. Deshalb freue ich mich, dass wir die Tätigkeit des HKFB weiter unterstützen können“, sagte Strube.
„Frauen mit Behinderungen stoßen im Alltag immer noch auf viele Barrieren. Sie sind häufig von Mehrfachdiskriminierung betroffen. Die Aufgabe des Hessischen Koordinationsbüros ist es, ihre Perspektiven sichtbar zu machen und ihre Interessen zu vertreten. Gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft arbeiten wir daran, dass Selbstbestimmung und Teilhabe selbstverständlich werden. Die erneute Förderung durch das Land Hessen gibt uns die notwendige Planungssicherheit, um diese wichtige Arbeit weiter voranzutreiben“, sagte die Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung Alexandra Habdank.
„Das HKFB ist ein wichtiger Baustein für Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit in Hessen. Für die Belange von Frauen mit Behinderungen ist es ein starkes Signal, dass das Land die Unterstützung fortsetzt. Als Projektträger freuen wir uns, dass die erfolgreiche Arbeit des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung auch künftig weitergeführt werden kann“, ergänzte Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Hessen.
Das seit 2015 vom Paritätischen Wohlfahrtsverband getragene Büro, das 1993 als Modellprojekt startete, bietet ein vielfältiges Bildungsangebot an – sowohl online als auch in Präsenz. Zudem hält es ein Informationsangebot in Leichter Sprache bereit und konzipiert mehrtägige, in Hessen bislang einzigartige Schulungen zu diversity- und geschlechtssensibler Beratung. Diese führt das HKFB auch durch. Zudem gestaltete es u.a. aktiv die Entwicklung des dritten Landesaktionsplans zur Bekämpfung der Gewalt im häuslichen Bereich mit.