Steigende Armut in Hessen: Etwa eine Million Menschen betroffen
Paritätischer Hessen fordert Armutsbekämpfung anstatt Kürzungen im Sozialen.
Paritätischer Hessen fordert Armutsbekämpfung anstatt Kürzungen im Sozialen.
Zivilgesellschaftliches Bündnis kritisiert Kürzungspläne im sozialen Bereich und fordert die hessische Politik in einem Offenen Brief zum Handeln auf.
Paritätischer Hessen appelliert an Sozialministerin Heike Hofmann.
Neue Studie: Vier von fünf Menschen, die zu Hause gepflegt werden, erhalten trotz regelmäßiger Ansprüche keine „Hilfe zur Pflege“. In Hessen liegt der Anteil der Menschen, bei denen die „Hilfe zur Pflege“ ankommt, mit 17,5 Prozent sogar noch unter dem Bundesdurchschnitt von 19,4 Prozent.
Hessenweit aktive Organisationen rufen zum Protest gegen die Gründung der AfD-Jugend Hessen am 28. März auf. Die AfD greift unsere Grundsätze, Ziele und Überzeugungen an und stellt die Werte in Frage, für die wir stehen. Deshalb rufen wir unsere Mitglieder, Unterstützer*innen und Mitarbeiter*innen auf zur Teilnahme am Protest gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugend Hessen am Samstag, 28. März, in Fulda-Johannesberg.
Pressestatement von Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen:
"Für eine menschenrechtsbasierte Sozialpolitik für alle müssen die demokratischen Parteien jetzt in den kommunalen Parlamenten zusammenstehen gegen die extreme Rechte. In Krisenzeiten gilt es, die soziale Infrastruktur zu stärken. Kitas, Jugendtreffs, Familienzentren, Nachbarschaftshilfe und andere soziale Angebote tragen unser tagtägliches Miteinander und sind ein Bollwerk zur Verteidigung unserer Demokratie. In den Kommunen entscheidet sich, wie wir zusammenleben – ob Vielfalt selbstverständlich ist und niemand ausgeschlossen wird."
Pressestatement von Lars Lauer, Referent für Suchthilfe beim Paritätischen Hessen:
„Die Mittel für die Suchtprävention einzufrieren, genügt nicht. Angesichts steigender Herausforderungen und Kosten müssen sie umgehend erhöht werden, um problematischen Konsum möglichst zu verhindern.
Um die Sicherheit von Drogengebrauchenden zu verbessern, fehlt das Angebot für so genanntes Drug-Checking, bei dem diese Substanzen auf lebensgefährliche Beimengungen von synthetischen Opioiden analysieren lassen können. Seit der Bund dafür die Voraussetzungen geschaffen hat, wurde es schon in einigen Bundesländern eingeführt. Hessen dagegen zögert und setzt Konsumierende unnötigen Risken aus.“
Pressestatement von Brigitte Roth, Referentin Behindertenhilfe/Soziale Psychiatrie beim Paritätischen Hessen:
„Inklusion ist ein Menschenrecht und damit nicht verhandelbar. Weil es erstmals die individuellen Lebenssituationen der Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt, ist das Bundesteilhabegestz (BTHG) ein Meilenstein auf dem Weg zur gleichberechtigten Teilhabe. Bei der Weiterentwicklung des BTHG darf die Zeit nicht zurückgedreht werden. Das Wunsch- und Wahlrecht der Menschen mit Behinderung muss uneingeschränkt erhalten bleiben. Einsparungen dürfen nicht zulasten der Inklusion gehen, sind durch Entbürokratisierung aber möglich. Die vom Regierungsantrag geforderte klare Trennung zwischen Eingliederungshilfeleistungen und vor allem Pflegeleistungen darf nicht zu einer Kürzung von Leistungsansprüchen bei Menschen mit Behinderung führen.“
Fast ein Viertel der Menschen in Hessen lebt in Armut, wenn die Wohnkosten berücksichtigt werden. Das ist das erschreckende Ergebnis einer Studie, die der Paritätische Gesamtverband am 9. Dezember 2025 veröffentlich hat. Neben Bund und Land sind auch die Kommunen in der Pflicht. Der Mietenwahnsinn muss mit Blick auf die Kommunalwahl im März 2026 ganz oben auf die Themenliste, fordert der Paritätische Hessen.
Die aktuelle Migrationsdebatte in Hessen nimmt zunehmend besorgniserregende Züge an. Gut integrierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden abgeschoben. Gleichzeitig mehren sich Fälle, in denen geltende Bleiberechtsregelungen ignoriert oder unterlaufen werden. Vor diesem Hintergrund gründet sich heute das landesweite Bündnis „Bildung statt Abschiebung“.
Die AfD greift unsere Grundsätze, Ziele und Überzeugungen an und stellt die Werte in Frage, für die wir stehen. Deshalb rufen wir unsere Mitglieder, Unterstützer*innen und Mitarbeiter*innen auf zur Teilnahme am Protest gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugend am Samstag, 29. November 2025, in Gießen.
Die Zahl der Frauenhausplätze muss in Hessen verdoppelt werden, um allen von Gewalt betroffenen Frauen ausreichend Schutz zu bieten. Im Jahr 2023 gab es hessenweit 725 Plätze, rund 1500 müssten es sein, um die Vorgaben der Istanbul-Konvention zu erfüllen, dem Übereinkommen gegen Gewalt an Frauen des Europarats.
Suchtberatungsstellen geraten in Hessen finanziell immer stärker unter Druck. Einige mussten deshalb ihr Beratungsangebot bereits einschränken. Darauf weist der Paritätische Hessen aus Anlass des bundesweiten Aktionstags Suchtberatung am 13. November 2025 hin. Er appelliert an Land und Kommunen, die Suchtberatungsstellen so auszustatten, dass sie ihr Angebot erhalten können.
Die Teilhabeleistung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) der Bundesregierung soll Kindern und Jugendlichen aus armen Familien helfen, Freizeit- und Sportangebote wahrzunehmen. Doch in Hessen profitiert nur jedes achte berechtigte Kind (12,3 Prozent) davon. Damit ist die Teilhabequote in Hessen noch niedriger als im Deutschland-Schnitt.
Armutsbetroffene Kinder werden deutlich seltener und in deutlich geringerem zeitlichem Umfang in Kitas betreut. Das belegt ein aktueller Bericht des Paritätischen Gesamtverbandes. „Soziale Ungleichheit wird schon in der Kita zementiert“, sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen anlässlich des morgigen Weltkindertags.
Die Zahl der Wohnungslosen in Hessen steigt weiter. Aktuell sind etwa 29.000 Menschen betroffen, im Jahr zuvor waren es noch 26.000. „Die Politik ist aufgerufen, diesen Abwärtstrend zu stoppen“, fordert Lars Lauer, Referent für Soziale Notlagen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen anlässlich des Tages der wohnungslosen Menschen am 11. September.
Dass die Zahl der Abschiebungen in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zu 2024 um fast ein Drittel gestiegen ist, ist für Hessens Innenminister Roman Poseck eine Erfolgsmeldung. Nicht so für den Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen, der die Entwicklungen mit großer Sorge und Skepsis beobachtet.
Der Paritätische Hessen kritisiert, dass die „Demokratiestudie“ der Landesregierung einen Gegensatz konstruiert zwischen den Interessen der „Mehrheit“ und von „Minderheiten“. „Dies trägt nicht zu einer Stärkung des demokratischen Miteinanders bei, sondern vertieft gesellschaftliche Gräben“, so Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen.
Nach Forderung zur Rücknahme der neuen EU-Luftqualitätsziele kritisieren der BUND Hessen und der Paritätische Hessen Umweltminister Jung. Gerade für vulnerable Gruppen wie Kinder, Senior*innen und kranke Menschen stellt Luftverschmutzung eine gesundheitliche Gefahr dar.
Aktuelle Entwicklungen in der Selbsthilfe bekannt zu machen und den Austausch zwischen bereits in Selbsthilfe Aktiven zu fördern – das ist das Anliegen der dritten bundesweiten Selbsthilfe Woche vom 16. bis 25. Mai 2025.
Etwa eine Million Menschen betroffen/Armutsbekämpfung zentrale Herausforderung: Fast jede sechste Person in Hessen lebt in Armut, das sind rund eine Million Menschen. Das geht aus dem Armutsbericht hervor, den der Paritätische Gesamtverband heute in Berlin veröffentlicht hat. Demnach liegt die Armutsquote in Hessen für 2024 bei 15,5 Prozent.
Der Paritätische Hessen fordert erschwingliche Mobilität für alle. Mit seinem vergünstigten Sozialticket für den öffentlichen Nahverkehr liegt Hessen im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld. Das geht aus einer Studie hervor, die der Paritätische Gesamtverband heute in Berlin veröffentlicht hat.
Nach Schmiererei an der Fassade: Paritätischer Hessen ruft zu Solidaritätsaktion für pro familia in Frankfurt auf.
Seine Kernforderung ist, dass Schwangerschaftsabbrüche endlich legalisiert werden.
In Hessen muss die Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit gestärkt werden. Nur wenn Menschen künftig länger in ihrem gewohnten Umfeld gut und selbstständig leben können, ist der Kollaps der Pflegeversorgung in Hessen noch zu verhindern.
Weg von der Verwahrung hin zur Behandlung: Ab Mitte der 1970er Jahre wurde die psychiatrische Versorgung in Deutschland grundlegend reformiert. Auslöser für den Umbruch war der Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland – kurz: Psychiatrie-Enquête – der die desolate Situation von Menschen mit psychischen Erkrankungen, Menschen mit Behinderungen und wohnungslosen Menschen offenbarte.
Neue Paritätische Wohnarmuts-Berechnung macht ein bislang unsichtbares Ausmaß der Armut sichtbar. Steigende Mieten treiben die Armut in Hessen in die Höhe. Wohnarmut betrifft fast ein Viertel der Menschen in Hessen. Quote höher als im Bundesschnitt.
Vereine, die regelmäßige Treffen mit Musik organisieren und damit einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander leisten, profitieren nicht von der GEMA-Befreiung, die das Land Hessen zum Jahreswechsel startet. Darauf weist der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen aus Anlass des Ehrenamtstags am 5. Dezember hin und appelliert an die Landesregierung, hier nachzubessern.
Der Landesverband Hessen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen kritisieren die heute mit dem Entwurf des Landeshaushalts 2025 bekannt gegebenen Kürzungspläne von CDU und SPD insbesondere beim Klimaschutz.
Stellungnahme des Paritätischen zum Frauensicherheitspaket der hessischen Landesregierung: Die Versprechen auf Landesebene werden zu einem reinen Lippenbekenntnis, wenn die CDU nicht gleichzeitig auch auf Bundesebene entschieden für ein sofortiges Gewalthilfegesetz eintritt. Ein bundeseinheitlicher Rahmen für die Umsetzung der Istanbul-Konvention ist längst überfällig.
Paritätischer Hessen mahnt bessere Hilfen für suchtkranke Menschen an. Drug Checking kann Gefahren senken. Seit 30 Jahren gibt es in Frankfurt Drogenkonsumräume für suchtkranke Menschen. In den inzwischen vier Anlaufstellen können sich Suchtkranke unter hygienischen Bedingungen und unter Aufsicht legal Drogen spritzen. Die Drogenkonsumräume sind ein wichtiger Bestandteil der akzeptierenden Sucht- und Drogenhilfe in Frankfurt, zu der unter anderem auch noch Notschlafstellen und die Substitutionsbehandlung von Heroinsüchtigen mit Methadon gehören.
Anlässlich des Weltkindertages und der Vorlage des 17. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung fordert der Paritätische Hessen, die Rechte von Kindern mit Beeinträchtigung stärker in den Blick zu nehmen. Das Recht auf Teilhabe von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf dürfe nicht am Fachkräftemangel scheitern.
Im Paritätischen Hessen und seinen mehr als 830 Mitgliedsorganisationen engagieren sich mehr als 17.000 Menschen ehrenamtlich. Zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements fordert der Paritätische Hessen vom Land eine bessere Unterstützung des Ehrenamts.
Bei seinem Besuch im Hessischen Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung (HKFB) in Frankfurt hat Andreas Winkel, Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, das HKFB als wichtige und kompetente Anlaufstelle für Frauen mit Behinderung, ihre Angehörigen sowie für Fachkräfte gewürdigt.
Der Paritätische Hessen hat am Donnerstag bei seinem Sommerempfang die neue Landeskoordinierungsstelle der Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (LKSF) vorgestellt. Die LKSF fördert die landesweite Vernetzung und den fachlichen Austausch zwischen Einrichtungen, die zu Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend arbeiten.
Frankfurt UAS und der Paritätische Hessen unterzeichnen Rahmenvertrag: Die Kooperation bringt akademische Nachwuchskräfte und soziale Organisationen zusammen und wird vor allem im Rahmen des Bachelor-Studiengangs „Public und Non-Profit-Management“ und des Fachbereichs Wirtschaft und Recht stattfinden.
Zur vollständigen Pressemitteilung (PDF)
Das Hessische Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende (SVM), zu dem der Paritätische Hessen gehört, kritisiert, dass die CDU Hessen das Deutschlandticket abschaffen will. Das landesweit gültige Nahverkehrsticket ist die größte verkehrspolitische Errungenschaft der vergangenen Jahre. Dass die CDU es jetzt zur Disposition stellt, zeigt, dass sie in Sachen Klimawandel die Dringlichkeit zu handeln noch immer nicht erkannt hat.
Kritik des Paritätischen Hessen am Nachtragshaushalt der Landesregierung: Soziale Themen sind im Nachtragshaushalt nicht im Fokus, bei der Armutsbekämpfung hat er einen blinden Fleck. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen kritisiert aus Anlass der heutigen Etatdebatte im Landtag die lückenhafte Schwerpunktsetzung der Landesregierung und fordert sie auf, endlich die Bedarfe aller Menschen in den Blick zu nehmen.
Anlässlich des IDAHOBIT, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit am 17. Mai, appelliert der Paritätische Hessen an die hessische Landesregierung, sich der gesellschaftlichen Entwicklung nicht in den Weg zu stellen und Mitarbeiter*innen in Behörden und Schüler*innen die Nutzung einer gendergerechten Sprache zu ermöglichen.
Bilanz des Paritätischen Hessen der ersten 100 Tage der Landesregierung: Nach der Zweiteilung des Sozialministeriums mussten die Zuständigkeiten zunächst sortiert werden, was etwas gedauert hat. Von der Neuaufteilung der Ressorts erhofft sich der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen, dass soziale Themen künftig mehr Gewicht und Sichtbarkeit erhalten.
In Hessen gibt es jetzt vier Beratungsstellen für Jungen und Männer, die in ihrer Kindheit oder Jugend von sexualisierter Gewalt betroffen sind oder waren. Mit dem Modellprojekt soll eine Lücke in der Versorgungslandschaft geschlossen werden: Etwa jede zehnte männliche Person erfährt in ihrem Leben sexualisierte Gewalt. Doch die meisten männlichen Betroffenen, insbesondere Erwachsene, erreichen bislang keine Beratungsangebote.
Der Kinderschutz in Hessen bekommt ein noch größeres Gewicht. Mit der Einrichtung der neuen Landeskoordinierungsstelle, die die Fachberatungsstellen vor Ort unterstützt, finden diese nunmehr zentral eine kompetente Unterstützung. Das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) finanziert die neue Anlaufstelle, Träger ist der Paritätische Hessen.
Die Armutsquote ist in Hessen 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, von 18,5 Prozent auf 17,8 Prozent. Das geht aus dem Armutsbericht hervor, den der Paritätische Gesamtverband heute in Berlin veröffentlicht hat. Sie liegt jedoch noch immer deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 16,4 Prozent.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen appelliert an die hessische Landesregierung, die Ampel-Pläne zu einer teilweisen Legalisierung von Cannabis in der morgigen Bundesratssitzung nicht zu blockieren. „Hessen darf sich dem längst überfälligen Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik nicht verweigern“, sagt Landesgeschäftsführerin Dr. Yasmin Alinaghi: „Prohibition und Repression haben sich als wirkungslos erwiesen und sind gescheitert. Der Konsum von Schwarzmarktprodukten gefährdet die Gesundheit der Konsument*innen.“
In Hessen haben sich Gewerkschaften, Umwelt-, Verbraucherschutz- und Sozialverbände und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zum Hessischen Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende zusammengeschlossen. Auch der Paritätische Hessen gehört zum Bündnis, das von der neuen hessischen Landesregierung ein entschlossenes Handeln für eine sozial- und klimaverträgliche Mobilitätswende fordert.
Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind voneinander untrennbar. Zum Internationalen Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar fordern die hessischen Landesverbände von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands die sozial-ökologische Wende in Hessen.
Die migrationspolitischen Pläne der neuen hessischen Landesregierung sind in weiten Teilen nicht mit der Genfer Flüchtlingskonvention, der EU-Grundrechtecharta, der UN-Kinderrechtskonvention und dem Kinder- und Jugendhilfegesetz, dem nationalen Migrationsrecht oder dem Grundgesetz vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommen die Diakonie Hessen und der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen nach einer Analyse des Koalitionsvertrags von CDU und SPD. Die Analyse wird fachlich unterstützt und mitgetragen vom Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) und vom Hessischen Flüchtlingsrat (hfr).
PM zur Veröffentlichung der Begleitanalyse (PDF)
Kritische Begleitanalyse-Langfassung (PDF)
Kritische Begleitanalyse-Kurzfassung (PDF)
Demokratie am Kipp-Punkt: Landesregierung muss Menschenrechte für alle sichern.
Der Paritätische Hessen gratuliert der neuen Landesregierung herzlich zu ihrem Amtsantritt. Seine guten Wünsche verbindet er mit dem dringenden Appell an CDU und SPD, sich ihrer außergewöhnlichen Verantwortung zu stellen.
Koalitionsvertrag mit hartem Migrationskurs, konservativem Gesellschaftsbild und sozialpolitischen Lichtblicken: Er benennt zwar viele drängende sozialpolitische Themen, ergeht sich aber in vollmundigen Willensbekundungen, bleibt konkrete Lösungsansätze oft schuldig und lässt zu viele Interpretationsspielräume offen.
Vorschläge aus der Praxis sozialer Arbeit für die kommende Legislaturperiode Die Suche nach konkreten Lösungen für die drängendsten Probleme wie Mietenwahnsinn, Pflegenotstand, Kita-Kollaps und Fachkräftemangel muss in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD im Mittelpunkt stehen.
Studie des Paritätischen zeigt Defizite beim Bildungs- und Teilhabepaket. Mitgliedsbeiträge für Sportvereine, Zuschüsse für Klassenfahrten oder Kosten für Nachhilfe sollen Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets erhalten. Doch tatsächlich kommt die Unterstützung in Hessen nur bei etwa jedem neunten anspruchsberechtigten Kind an.
Erinnerung an Siegmund Heinrich Fuchs (S. H. Foulkes) in Frankfurt: Mit einer Gedenkfeier wird am Donnerstag, 26. Oktober 2023, ab 10 Uhr vor dem Gebäude Auf der Körnerwiese 5 in Frankfurt an den deutsch-jüdischen Psychiater, Neurologen und Psychoanalytiker erinnert.
Wohlfahrtsverbände warnen vor Zusammenbruch sozialer Infrastruktur: Ein Drittel der sozialen Einrichtungen in Hessen musste wegen Geldmangels bereits Angebote und Leistungen für Klient*innen einschränken oder sogar ganz einstellen. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage von Arbeiterwohlfahrt (AWO), Paritätischem Wohlfahrtsverband und der Diakonie Deutschland.
Angesichts stark steigender Zahlen von Kindswohlgefährdungen in Hessen fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen von der künftigen Landeregierung mehr Unterstützung für die stationäre Jugendhilfe und grundlegende Reformen.
Veranstaltung zur Landtagswahl am Dienstag, 12. September, ab 19 Uhr im Haus am Dom und online: Soziales und Ökologie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen zusammen gedacht werden. Wie das in Hessen gelingen kann, ist Thema der Podiumsdiskussion „Energie- und Mobilitätswende in Hessen! Wie geht das ökologisch und sozial?“ zur Hessischen Landtagswahl, die der Paritätische Hessen und der BUND Hessen in Kooperation mit dem Haus am Dom gemeinsam organisieren.
In Hessen sind immer mehr Menschen ehrenamtlich aktiv, aber gleichzeitig sinkt der Anteil derer, die sich im sozialen Bereich engagieren. Der Paritätische Hessen ist über diese Entwicklung besorgt. Er fordert die künftige Landesregierung auf, gemeinnützige Organisationen im sozialen Bereich stärker dabei zu unterstützen, Freiwillige zu finden, zu schulen und zu halten.
Die Lebensbedingungen und Chancen der rund 300.000 in Hessen lebenden Frauen mit Behinderung zu verbessern, ist das Ziel des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung (HKFB), das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Als bundesweit erste hauptamtlich tätige Organisation der Frauen mit Behinderung startete es 1993 zunächst als Modellprojekt, inzwischen erhält es eine Regelfinanzierung, federführend durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Seit 2015 ist der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen Träger des HKFB.
Ende Januar 2023 lebten in Hessen 22.645 wohnungslose Menschen in Notunterkünften, ein Jahr zuvor waren es 12.110. Das entspricht einem Anstieg um 87 Prozent. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind äußerst alarmierend, zumal tatsächlich noch wesentlich mehr Personen betroffen sind. Denn wer auf der Straße lebt oder vorübergehend bei Bekannten untergekommen ist, wird in dieser Statistik nicht erfasst, sie zählt nur Personen in Notunterkünften.
Eine kindgerechte Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung fordert ein breites Bündnis aus Trägern der Jugendhilfe, Verbänden und Vereinen sowie zahlreichen Wissenschaftler*innen in einem Appell an den Hessischen Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz (CDU), den Hessischen Sozialminister Kai Klose (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und die hessischen Kommunen.
Vor negativen Folgen der Tarifabschlüsse für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen für die soziale Infrastruktur warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen. Die beschlossenen Einkommenserhöhungen und Inflationsprämien sind für die Beschäftigten angesichts des inflationsbedingten Kaufkraftverlusts zwar unbedingt notwendig und daher begrüßenswert. Viele gemeinnützige Organisationen können die höheren Gehälter aber nicht zahlen, da die Kostensteigerung in ihrer Finanzierung nicht eingeplant ist.
Aufruf zur den Mahnwachen gegen den AfD-Landesparteitag in Königstein vom 5. bis zum 7. Mai: Seit fast einer Legislaturperiode sitzt die AfD als parlamentarischer Arm der extremen Rechten im hessischen Landtag. Als Organisationen der Zivilgesellschaft protestieren wir gegen die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei. Wir lassen es nicht unwidersprochen, dass sie gegen Vielfalt und Diversität polemisiert, rassistische Vorurteile verbreitet und den menschengemachten Klimawandel leugnet.
Appell für einen Landtagswahlkampf ohne rassistische Untertöne und Ausgrenzung: Der Paritätische Hessen stellt seine Forderungen zur Landtagswahl vor.
Die Armut ist in Hessen noch stärker gestiegen als zunächst berechnet. Nach dem aktualisierten Armutsbericht, den der Paritätische Wohlfahrtsverband heute veröffentlicht, lag die Armutsquote 2021 – und damit vor Beginn des Ukrainekriegs und seiner Folgen – sogar bei 18,5 Prozent und nicht bei 18,3 Prozent. Damit lebten in Hessen rund 12.600 Menschen mehr in Armut als bisher angenommen. Grund für die Korrektur nach oben sind die Endergebnisse des Statistischen Bundesamts, die zum Teil gravierend abweichen von den Erstergebnissen, die es 2022 vorgelegt hatte. Bundesweit betrug die Armutsquote demnach 16,9 Prozent, nicht 16,6 Prozent.
Hessen ist das erste Bundesland, in dem sich die Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend auf gemeinsame trägerübergreifende Qualitätsstandards verständigt haben.
Das zehnjährige Bestehen der AfD werden wir nutzen, um einmal mehr unsere Werte gegen ihre Hetze zu setzen. Ihren Versuch, die Gesellschaft zu spalten, kontern wir mit einem Appell für mehr Solidarität und Zusammenhalt und freuen uns dabei über Unterstützung. Eine Kundgebung gegen das Jubiläum der AfD findet am 6. Februar in Königstein statt.
Der Paritätische Hessen und der DGB Hessen-Thüringen begrüßen den Vorstoß der Landtagskoalition, für Geringverdienende ein vergünstigtes Nahverkehrsticket einzuführen. Er geht jedoch aus ihrer Sicht nicht weit genug.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen begrüßt, dass die hessische Landesregierung in ihrem heute veröffentlichten Sozialbericht die besonders schwierige Lage Alleinerziehender in den Blick nimmt. „Es darf aber nicht bei dieser Zustandsbeschreibung bleiben“, betont Landesgeschäftsführerin Dr. Yasmin Alinaghi: „Es müssen jetzt zügig konkrete Schritte folgen, um die Situation dieser benachteiligten Familien zu verbessern, etwa spezielle Wohnungs- und Beschäftigungsprogramme.“
Zur vollständigen Pressemitteilung (PDF)
Claudia Fischer ist die neue Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Hessen. Die Mitgliederversammlung des zweitgrößten Wohlfahrtsverbands in Hessen hat die 54-Jährige am heutigen Donnerstag als Nachfolgerin von Dr. Wolfgang Werner gewählt. Er war nach 14 Amtsjahren nicht mehr angetreten und wurde für sein langjähriges Engagement zum Ehrenvorsitzenden des Paritätischen Hessen ernannt.
Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen und Kindern umsetzen: Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen das Land auf, einen Sonderfonds einzurichten, um Finanzierungslücken in diesem Bereich zu schließen.
Der Paritätische Hessen fordert Nothilfe angesichts steigender Kosten. Mit Beginn der Heizperiode spitzt sich die Krise nicht nur für einkommensschwache Haushalte zu. Auch die soziale Infrastruktur in Hessen ist zunehmend bedroht. „Soziale Einrichtungen brauchen jetzt umgehend Nothilfe, andernfalls stehen viele vor der Insolvenz“, sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen.
Flächendeckende menschenwürdige Notunterbringung, Ausweitung der Beratung, um Wohnungsverluste zu verhindern, und der aufsuchenden Hilfe für Menschen, die auf der Straße leben. Vor allem aber: mehr Sozialwohnungen. Diese Forderungen richtet der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen an die Landesregierung, aus Anlass des Tags der Wohnungslosen am 11. September.
Vom Backtag für Familien in Frankfurt über Tage der Offenen Tür in Fulda und Michelstadt bis zum Fachvortrag über das Restless Legs Syndrom in Gelnhausen reicht in Hessen das Angebot bei der Aktionswoche Selbsthilfe 2022. Sie findet unter dem Motto „Wir hilft“ auf Initiative des Paritätischen Wohlfahrtsverbands vom 3. bis 11. September 2022 statt. Bundesweit sind rund 250 Veranstaltungen geplant.
Das Bundesförderprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ soll zum Ende dieses Jahres auslaufen. Am Programm beteiligte Kitas profitierten von zusätzlichen Sprachfachkräften, speziellen Materialien zur Sprachförderung und Fortbildungen. Sollte das Bemühen um eine Verstetigung des Bundesprogramms scheitern, ist das Land Hessen gefragt, verlässliche Ressourcen bereitzustellen, damit diese „erfolgreich erprobten Strukturen und Ansätze“ nicht ersatzlos wegfallen.
Erneuerter Anstieg: 2021 waren 18,3 Prozent der Bevölkerung betroffen. Die Abwärts-Spirale setzt sich fort, und der Abstand zum Bundesdurchschnitt wächst weiter: In Hessen ist die Armut binnen eines Jahres von 17,4 auf 18,3 Prozent gestiegen – das ist erneut ein historischer Höchststand. Im Länder-Ranking ist Hessen im freien Fall und rutscht von Platz 7 auf Platz 11 ab.
Der Paritätische Hessen feiert am 7. Juli sein Jubiläum.Ein Dutzend soziale Einrichtungen gehörten im Gründungsjahr zum Paritätischen Hessen. Heute ist er mit rund 830 Mitgliedsorganisationen der zweitgrößte Wohlfahrtsverband in Hessen. Sein 75-jähriges Bestehen feiert er am Donnerstag, 7. Juli 2022, bei einem Sommerfest mitten in Frankfurt im grünen Hofgut Hausen der Lebenshilfe.
Längst nicht alle, die von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend betroffen sind, finden in Hessen schnelle und gut erreichbare Unterstützung. Besonders trifft das im ländlichen Raum zu sowie für Menschen mit Behinderungen oder Rassismus-Erfahrungen, trans, inter und nonbinäre Menschen und andere besonders vulnerable Gruppen, für die es keine bedarfsgerechte Versorgung gibt.
Der Paritätische Hessen fordert Ausgleich für die hohe Inflation. Sprunghaft steigende Verbraucherpreise belasten nicht nur einkommensschwache Haushalte, sondern bedrohen auch die soziale Infrastruktur in Hessen.Viele soziale Träger wissen nicht mehr, wie sie die hohen Strom- und Lebensmittelrechnungen oder die hohen Tankkosten begleichen sollen.
2020 ist der Krankenstand trotz Pandemie insgesamt leicht gesunken. Im Schnitt war jeder Arbeitnehmer in Deutschland 18,2 Tage krankgeschrieben. Für die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und den Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen ist das kein Grund für Entwarnung, denn die Zahlen gelten nicht für alle Branchen. So liege die Zahl der Krankentage im Gesundheits- und Sozialwesen mit 21,2 Tagen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Es bedarf deshalb mehr Anstrengungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.
Impfpflicht zum Schutz vulnerabler Gruppen notwendig. Mit Bestürzung hat der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen zur Kenntnis genommen, dass es im Bundestag heute keine Mehrheit für eine allgemeine Impfpflicht gab. Der Verband, in dem mehr als 200 Alten- und Pflegeeinrichtungen organisiert sind, kritisiert, dass die Impfplicht nun weiterhin nur für die Menschen gelten soll, die aufgrund ihres Berufes ohnehin in der Corona-Pandemie besonders belastet sind, wie Beschäftigte in der Pflege, der Behindertenhilfe, der Sozialen Psychiatrie und der Suchthilfe.
Für ein kindgerechtes Bildungsangebot an hessischen Grundschulen sind die vielfältigen Angebote gemeinnütziger freier Träger ein wichtiger Baustein. „Wenn Kinder einen Großteil des Tages in der Schule verbringen, braucht es ein ganzheitliches Bildungsangebot“, so Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen: „Neben der Wissensvermittlung in den Schulfächern muss der Lebensort Schule die Schüler*innen aktiv dabei unterstützen, sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln.“
Vor einer drohenden Überforderung der Unterstützungsstrukturen für geflüchtete Menschen warnen der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen und der Hessische Flüchtlingsrat angesichts der katastrophalen Entwicklung in der Ukraine. Sie fordern die Landesregierung auf, jetzt die unabhängigen professionellen Beratungsstrukturen zu stärken und flächendeckend auszubauen.
Der Paritätische Hessen distanziert sich von Verschwörungserzählungen, die aktuell verstärkt in allen gesellschaftlichen Bereichen auftreten und auch vor sozialen Einrichtungen nicht halt machen.
In Hessen steigt die Armut deutlich steiler an als in allen Nachbarbundesländern und hat erneut einen historischen Höchststand erreicht. Nach dem Armutsbericht, den der Paritätische Gesamtverband heute in Berlin veröffentlicht, lag die Armutsquote 2020 in Hessen demnach bei 17,4 Prozent, deutschlandweit bei 16,1 Prozent.
Ampel-Koalition muss aber auch Prävention und Suchtberatung stärken. Als richtigen Schritt hin zu einer modernen Drogenpolitik bewertet der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen die von der Ampel-Koalition geplante kontrollierte Abgabe von Cannabis in lizensierten Fachgeschäften.
Aufruf zum zivilgesellschaftlichen Protest gegen den Bundesparteitag in Wiesbaden: Als zivilgesellschaftliche Organisationen treten wir in unterschiedlichen Bereichen für eine demokratische, soziale, nachhaltige und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft ein. Daher macht es uns wütend, dass die AfD ihren Bundesparteitag erstmals in Hessen ausrichten will. Wir auf zur Teilnahme an der Kundgebung des Wiesbadener Bündnisses für Demokratie am Samstag, 11. Dezember, ab 12 Uhr in den Reisinger Anlagen.
Integration in Hessen besonders schwer: Breites zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Landesregierung zur Wende in der Flüchtlingspolitik auf.
Etwa ein bis zwei Schüler*innen in jeder Schulklasse sind von sexualisierter Gewalt betroffen. Durch die Corona-Pandemie hat die sexuelle Ausbeutung von Kindern gerade online erschreckend zugenommen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen startet ein neues Projekt zur Koordinierung der Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend, das vom Hessischen Ministerium für Integration und Soziales gefördert wird.
Jede*r fünfte Minderjährige ist betroffen, Corona verschärft die Lage. In Hessen sind mehr Kinder arm als im deutschlandweiten Durchschnitt und die Armutsquote unter Minderjährigen steigt zudem deutlich stärker als in anderen Bundesländern. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Paritätische Wohlfahrtsverband heute veröffentlicht hat.
Die Corona-Pandemie hat besonders für Jugendliche in prekären Lebenslagen den Übergang von der Schule in Ausbildung und Erwerbsarbeit erheblich erschwert. Darauf weist der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen hin und fordert die Landesregierung und die Kommunen auf, dem entschlossen entgegenzutreten. „Junge Menschen brauchen die klare Botschaft, dass sie mit den Auswirkungen der Krise auf ihre Bildungsbiographie nicht zurückgelassen werden“, betont Landesgeschäftsführerin Dr. Yasmin Alinaghi: „Es ist im gesellschaftlichem Interesse, dass auch Jugendliche, die keinen Schulabschluss oder lediglich einen Hauptschulabschluss haben, zukünftig dem Arbeitsmarkt als ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen.“
Erhebliche Folgen der Corona-Pandemie bei Kindern im Elementarbereich
Soziale Ängste und Distanziertheit, Verzögerungen in der Sprachentwicklung und der sozial-emotionalen Entwicklung sowie einen erschwerten Bindungsaufbau. Das sind nur einige der Folgen der Corona-Pandemie, die Pädagog*innen aktuell bei vielen Kindern unter sechs Jahren beobachten. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen appelliert an die Landesregierung, Kinder, Eltern und Betreuungseinrichtungen in dieser Situation im Blick zu haben und zu unterstützen.
Benachteiligte Bevölkerungsgruppen müssen auch in Hessen bei der Corona-Impfkampagne stärker in den Blick genommen werden. Dafür sollten möglichst schnell in marginalisierten Stadtvierteln mobile Impfangebote geschaffen werden. Der Paritätische Hessen appelliert an die Städte und Landkreise in Hessen, diesem Beispiel zu folgen und warnt vor rassistischen Schuldzuweisungen in der Corona-Pandemie.
Hessen soll einen sofortigen dreimonatigen Abschiebestopp nach Somalia verhängen. Dies kann jedes Bundesland ohne Beteiligung des Bundes selbst entscheiden. Darüber hinaus soll sich der Hessische Innenminister bei der kommenden Innenminister*innen-Konferenz im Juni dafür einsetzen, dass ein solcher Abschiebestopp auch bundesweit beschlossen wird. Das fordern der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen, die Diakonie Hessen, der Hessische Flüchtlingsrat und Pro Asyl in einem gemeinsamen Offenen Brief an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, den Stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir, den Innenminister Peter Beuth und die Vorsitzenden der Regierungsfraktionen Ines Claus und Mathias Wagner.
Die Lage in Afghanistan ist katastrophal, aber dennoch ist offenbar für den kommenden Dienstag, 9. März, die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan geplant. „Wir appellieren an die hessische Landesregierung, sich nicht länger an den allmonatlichen Zwangsrückführungen zu beteiligen, sondern stattdessen einen sofortigen Abschiebestopp zu verhängen“, sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Hessen.
Vor einem Jahr wurden Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin aus rassistischen Motiven ermordet. Noch immer sind viele Fragen der Hinterbliebenen unbeantwortet, etwa zum Handeln der Sicherheitsbehörden im Vorfeld des Attentats und in der Tatnacht. Aus Anlass des ersten Jahrestages des rechtsextremistischen Terror-Anschlags von Hanau wiederholt ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis seine Forderung an die Landesregierung.
Rund die Hälfte aller sozialen Organisationen in Hessen hatte bereits nach dem ersten Lockdown erhebliche finanzielle Sorgen, durch den zweiten Lockdown hat sich die Situation noch einmal erheblich verschärft. Darauf weist der Paritätische Hessen hin und stützt sich dabei auf eine Umfrage unter seinen Mitgliedsorganisationen. Mit Blick auf die kommenden Kommunalwahlen appelliert er an die Wähler*innen, ihre Stimmen demokratischen Parteien und Politiker*innen zu geben, die sich für einen Erhalt und eine Stärkung der sozialen Infrastruktur und des gesellschaftlichen Zusammenhalts stark machen.
Betreuungssituation ohne Maske erfordert besonderen Infektionsschutz: Betreuer*innen in Kindertagesstätten und in der Jugendhilfe sollten möglichst rasch die Möglichkeit erhalten, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Das fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen vor dem Hintergrund des heutigen Impfgipfels von Bund und Ländern. „Wer mit kleinen Kindern arbeitet, kann nicht auf Abstand gehen. Körperkontakt ist in der Betreuung unverzichtbar, oft ohne Maske“, begründet Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen.
Breite Verteilung und ein Corona-Aufschlag auf Sozialleistungen nötig: Von Armut betroffene Menschen müssen viel stärker als bisher geplant vom Land Hessen bei der Versorgung mit medizinischen Masken unterstützt werden. Die gestrige Ankündigung des Landes, eine Million Masken über die Tafeln verteilen zu lassen, ist ein erster guter Schritt, aber bei weitem nicht ausreichend.
Sofortmaßnahmen für die Altenhilfe und Pflege erforderlich: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen begrüßt die Verpflichtung und Klarstellung zur Testung in der Altenhilfe und Pflege aufgrund der Corona-Pandemie. Diese Testungen können die Einrichtungen jedoch nur mit externer personeller Unterstützung zuverlässig umsetzen.
Während der Corona-Pandemie sind Abschiebungen nicht zu verantworten. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen fordert daher mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis die Innenministerkonferenz auf, ein bundesweites Abschiebungsmoratorium zu verhängen. Insbesondere appelliert er an den hessischen Innenminister Peter Beuth, sich bei dem Treffen vom 9. bis 11. Dezember dafür einzusetzen. Sollte es bei der Innenministerkonferenz zu keiner bundesweiten Einigung kommen, so fordert der Paritätische Hessen den Minister auf, seinen Handlungsspielraum zu nutzen und auf Landesebene zumindest Abschiebungen in Herkunftsstaaten für die Dauer der Pandemie auszusetzen.
Beratungsstellen und Unterstützungsstrukturen für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, haben schon vor Corona an der Belastungsgrenze gearbeitet. Seit Beginn der Pandemie wird diese permanent überschritten. Darauf weist der Paritätische Hessen anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen hin. Es gibt zwar einzelne gute Ansätze, aber in Hessen fehlt noch immer ein Gesamtkonzept, um Frauen umfassend vor allen Formen geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt zu schützen und die chronische Unterfinanzierung in diesem Bereich zu beenden.
Die Armut lag 2019 in Hessen erneut über dem Bundesdurchschnitt und erreicht einen neuen Höchststand. Der stetige Anstieg war schon vor der Corona-Pandemie ungebrochen und wird durch die Corona-Krise noch einmal drastisch verstärkt. Nach dem Armutsbericht, den der Paritätische Gesamtverband heute in Berlin veröffentlicht hat, ist die Armut in Hessen seit 2006 um mehr als ein Drittel gewachsen, so stark wie in keinem anderen Bundesland.
Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien sollen Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten. Doch tatsächlich kommt die Unterstützung bundesweit nur bei jedem siebten Kind an, in Hessen sogar nur bei etwa jedem zehnten. Hessen liegt damit auf dem viertletzten Platz im Bundesvergleich, so das Ergebnis einer Expertise, die der Paritätische Gesamtverband heute veröffentlicht hat.
Das Angebot der Suchtberatungsstellen ist in gesellschaftlichen Krisensituationen wichtiger denn je und muss gesichert und gestärkt werden. Darauf weist der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen anlässlich des bundesweiten Aktionstages Suchtberatung unter dem Motto „Kommunal wertvoll“ am 4. November hin.
Vor dem Hintergrund der Morde von Hanau und an Walter Lübcke sowie den aktuellen Hinweisen auf rechtsextreme Netzwerke in hessischen Landesbehörden fordern mehr als 30 zivilgesellschaftliche Organisationen die Landesregierung zum Handeln auf. Wir sind Mitherausgeber des Papiers.
Der Paritätische fordert die hessische Landesregierung auf, eine klare Zusage zur schnellen Aufnahme zu machen.
Der Paritätische begrüßt, dass die hessische Landesregierung am Mittwoch ihre Hilfsbereitschaft angesichts der Feuerkatastrophe in Moria erklärt hat. Dabei aber im gleichen Atemzug auf eine bundeseinheitliche Initiative und Regelung zu verweisen, reicht in Anbetracht der katastrophalen humanitären Notlage, in der sich tausende Menschen befinden, nicht aus.
Die Landesregierung habe bei der „Bekämpfung des Wohnraummangels die entscheidenden Hebel gefunden und umgelegt“: So kommentieren die Grünen im Hessischen Landtag die aktuelle Wohnungsbedarfsprognose des Institut für Wohnen und Umwelt (IWU). Demnach müssen bis 2040 in Hessen jährlich im Durchschnitt 16.000 Wohnungen gebaut werden, um den zusätzlichen Bedarf zu decken, 16.500 seien es im Mittel in den Jahren 2012 bis 2017 gewesen. Aus Sicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Hessen täuschen diese Zahlen eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt allerdings nur vor und sind kein Grund zur Entwarnung.
Paritätischer Wohlfahrtsverband Hessen erhält Großspende: Der Chemie-Konzern BASF hat dem Paritätischen Wohlfahrtsverband mehr als 16 Millionen Einwegmasken aus chinesischer Produktion für Sozialeinrichtungen in ganz Deutschland gespendet. 1,4 Millionen davon hat heute der Paritätische Hessen erhalten, um seine Mitgliedsorganisationen zu versorgen.
Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Zahl der Arbeitslosen im SGB-II-Bezug in Hessen um fast ein Fünftel angestiegen, von 92.950 im März auf 112.278 im Juni 2020. „Es ist ein drastischer Anstieg der Armut abzusehen“, sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Hessen. „Diese Entwicklung muss dringend mit einer deutlichen und kurzfristigen Anhebung der Regelsätze in der Grundsicherung abgemildert werden.“
Wichtiger Baustein für den Infektionsschutz in sozialen Einrichtungen: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen begrüßt, dass der Bundesgesundheitsminister mehr Corona-Tests für Pflegeeinrichtungen angekündigt hat. Der geplante Umfang ist jedoch bei weitem nicht ausreichend.
Kinder von Inhaftierten befinden sich in einer besonderen, oftmals sehr schwierigen Lebenssituation. Sie als eigenständige Zielgruppe wahrzunehmen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und entsprechende Unterstützung nachhaltig zu leisten und einzufordern, ist das Ziel des Projektes „Kinder im Mittelpunkt“, das von dem Verein AKTION – Perspektiven e. V. hessenweit durchgeführt und von der Aktion Mensch gefördert wird. Der Paritätische Hessen, unter dessen Dach viele Träger der freien Straffälligenhilfe zusammengeschlossen sind, hat das Projekt in seiner Entstehung begleitet.
Der Paritätische Hessen sieht Defizite in der Informationspolitik des Landes und stellt mit Kooperationspartnern Hinweise zur Masken-Pflicht in 22 Sprachen zur Verfügung.
Das Kinderrecht auf gewaltfreie Erziehung wird in der Corona-Pandemie zu wenig beachtet. Darauf weisen der Kinderschutzbund Landesverband Hessen und der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen aus Anlass des Tages der gewaltfreien Erziehung am 30. April hin.
Die Rassismus-Bekämpfung muss in Hessen gestärkt werden. Ein Monat ist seit dem Terror-Anschlag in Hanau vergangen. Für den morgigen Internationalen Tag gegen Rassismus waren deutschlandweit zahlreiche Veranstaltungen geplant, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden können.
Die Corona-Pandemie erfordert praktische und finanzielle Solidarität. Der Paritätische Hessen appelliert, in der Corona-Pandemie marginalisierte und vulnerable Menschen besonders in den Blick zu nehmen. Zudem fordert er sofortige und umfassende Finanzhilfen für gemeinnützige Einrichtungen und Anbieter sozialer Dienstleistungen.
Für den morgigen Mittwoch ist offenbar die 32. Sammelabschiebung nach Afghanistan geplant. Der Paritätische Hessen fordtert die Landesregierung erneut auf, Abschiebungen in den Krieg ausnahmslos zu stoppen. Außerdem appelliert er an die Behörden, endlich allen unbescholtenen afghanischen Männern sowie allen Frauen und Kindern die „längerfristigen Duldungen“ zu erteilen, die ihnen CDU und Grüne bereits Ende 2018 in ihrem Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt haben.
Während die Armut im deutschlandweiten Schnitt leicht gesunken ist, steigt sie in Hessen gegen den Trend stetig weiter an. Im Armuts-Ranking der Bundesländer ist Hessen binnen drei Jahren von Platz 3 auf Platz 7 nach unten abgerutscht. Der PARITÄTISCHE Hessen fordert: Die Landesregierung muss Ursachen analysieren und gegensteuern.
PARITÄTISCHER Hessen und Flüchtlingsrat kritisieren in einer gemeinsamen Presseerklärung die Abschiebepraxis der Landesregierung:
Die junge Frau, die Ende September trotz stationären Aufenthalts in einer psychiatrischen Klinik aus Hessen nach Tadschikistan abgeschoben werden sollte, darf in Deutschland bleiben. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat für sie jetzt ein Abschiebeverbot festgestellt.
Das Land Hessen muss Gewalt gegen Frauen stärker bekämpfen. Das haben am heutigen Freitag Akteurinnen aus dem Frauen- und Gewaltschutzbereich gefordert und auf erhebliche Mängel hingewiesen, die sie auf Landesebene sehen bei der Umsetzung des „Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“, kurz: Istanbul-Konvention.
Appell an die Landesregierung (PDF)
Erste Schritte zur Umsetzung der Istanbulkonferenz in Hessen (PDF)
Als einen ersten Schritt in die richtige Richtung wertet der Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das Straf-Kürzungen von mehr als 30 Prozent des Arbeitslosengelds II ab sofort untersagt. "Am Ende des Weges muss aber die vollständige Abschaffung aller Sanktionen stehen", erklärt Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Hessen. "Denn das menschenwürdige Existenzminimum darf in keinem Fall unterschritten werden."
Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen begrüßt, dass der hessische Landtag den pauschalen Ausschluss von Wahlen für Menschen mit Behinderung aufgehoben hat. Damit Menschen mit kognitiven Einschränkungen ihr Wahlrecht adäquat ausüben können, müssen allerdings auf das Parlamentsvotum weitere Maßnahmen folgen.
PARITÄTISCHER Hessen und Flüchtlingsrat protestieren und fordern die Einhaltung des Koalitionsvertrags.
Der Hessische Flüchtlingsrat und der PARITÄTISCHE Hessen protestieren scharf gegen die versuchte Abschiebung aus einer psychiatrischen Klinik in Bad Soden (Taunus). Am vergangenen Donnerstag hatte die Zentrale Ausländerbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt versucht, eine 24-Jährige nach Tadschikistan abzuschieben, in letzter Minute wurde die Abschiebung von der Bundespolizei abgebrochen.
Angesichts der nächsten Sammelabschiebung, die offenbar am morgigen Dienstag vom Frankfurter Flughafen aus nach Afghanistan starten soll, appelliert der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen erneut an die hessische Landesregierung, sich daran nicht zu beteiligen.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen begrüßt den jüngsten Erlass der Landesregierung zu den Mahnwachen vor Schwangerschaftsberatungsstellen.
Vom 17. bis 26. Mai 2019 findet auf Initiative des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes erstmalig eine bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe statt. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Volker Bouffier und mit Unterstützung der AOK wird es auch in Hessen zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Selbsthilfe geben.
Hessisches Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung zieht Bilanz nach zehn Jahren UN-Behindertenrechtskonvention: Frauen mit Behinderung sind auch in Hessen trotz aller Bemühungen um Inklusion nach wie vor von Mehrfachdiskriminierung betroffen.
Um die Selbstbestimmung von Frauen gegen Angriffe christlicher Fundamentalist*innen zu verteidigen, fordert der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen die Landesregierung und die betroffenen Kommunen auf, zügig Schutzzonen vor Schwangerschaftsberatungsstellen und Arztpraxen einzurichten.
Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, nach der ein pauschaler Ausschluss von Menschen mit Behinderung bei Wahlen gegen die Verfassung verstößt, begrüßt der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen ausdrücklich.
Ob unter den 36 Afghanen, die mit der 20. Sammelabschiebung aus Deutschland heute Morgen in Kabul gelandet sind, auch Geflüchtete aus Hessen sind, wurde bisher noch nicht öffentlich bekannt. Allerdings hat die schwarz-grüne Landesregierung angekündigt, auch in der jetzt beginnenden Legislaturperiode weiterhin Menschen zwangsweise in das Bürgerkriegsland auszufliegen. Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen kritisiert dies scharf.
Der PARITÄTISCHE Hessen kommentiert den Koalitionsvertrag
Viele positive Ansätze, aber zu wenig klare Aussagen und in der Wohnungspolitik ein ziemlicher Flopp – so schätzt der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen nach einer ersten Lektüre den Koalitionsvertrag ein, den CDU und Grüne heute veröffentlicht haben.
Der PARITÄTISCHE Hessen mahnt zum Jubiläum der Menschenrechte Geeigneten und bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist in Hessen vor allem für Menschen in besonderen oder prekären Lebenslagen zunehmend schwierig. Die Zahl der Wohnungslosen steigt. "Dass Menschen auf der Straße oder in notdürftigen Unterkünften leben müssen, ist klar menschenrechtswidrig", betont Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbands Hessen.
In hessischen Frauenhäusern fehlen aktuell mindestens 300 Plätze für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen. Darauf macht der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen aus Anlass des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November aufmerksam. Angesichts auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen fordert der Verband CDU und Grüne auf, in der kommenden Legislaturperiode deutlich mehr in den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt zu investieren.
Der PARITÄTISCHE Hessen unterstützt den Aufruf der "Seebrücke". Laut UN sind seit Jahresbeginn bereits mehr als 1.500 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ertrunken, seit 1993 wurden 34.000 Tote gezählt. Gleichzeitig wird die Seenotrettung zunehmend kriminalisiert und Rettungsschiffe werden an europäischen Häfen abgewiesen. Die „Seebrücke“, eine internationale, überparteiliche und zivilgesellschaftliche Bewegung, ruft für Montag, 17. September, zu einer Demonstration für Humanität und Menschenrechte in Frankfurt auf.
PARITÄTISCHER Hessen kritisiert Vorstoß, Afghanistan und Pakistan zu sicheren Herkunftsländern zu erklären: Afghanistan soll nach dem Willen der hessischen CDU zum sicheren Herkunftsland erklärt werden, ebenso Pakistan. Über diese Forderung im Entwurf für das Landtagswahlprogramm ist der PARITÄTISCHE Hessen in höchstem Maße alarmiert. "Dieser Vorstoß geht an der Realität vorbei. In Afghanistan eskaliert der Bürgerkrieg, in zwei Dritteln des Landes wird gekämpft. Die Zahl der zivilen Opfer erreicht Rekordwerte und steigt weiter", sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Hessen.
Hessisches Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung (HKFB) stellt zu seinem 25-jährigen Jubiläum Forderungen zur Landtagswahl vor. „In den vergangenen 25 Jahren hat das Hessische Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung einiges erreicht, doch aufgrund der fortbestehenden doppelten Diskriminierung von Frauen mit Behinderung sind weiterhin eine starke Interessensvertretung und viel Lobby-Arbeit erforderlich“, sagt Brigitte Ott, Mitglied im Vorstand des PARITÄTISCHEN Hessen.
„Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist in Hessen dramatisch“, sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Hessen. „Gentrifizierung, Verdrängung und Wohnraummangel gefährden den sozialen Frieden und auch die Arbeit vieler sozialer Einrichtungen erheblich“, betonte sie in Wiesbaden, wo der PARITÄTISCHE Hessen seine Forderungen zur Landtagswahl vorstellte: „Eine wohnungspolitische Kehrtwende ist überfällig."
Die unterzeichnenden Verbände und NGOs appellieren an die Landesregierung, dem Vorhaben zur Einstufung der Maghreb-Staaten und Georgiens als sog. sichere Herkunftsstaaten eine klare Absage zu erteilen und damit eine Zustimmung Hessens im Bundesrat zu verhindern.
Viele Geflüchtete können keine Ausbildung oder ein Studium absolvieren, weil ihr Lebensunterhalt dann nicht gesichert wäre. Um ein Auskommen zu haben, müssten sie im Sozialleistungsbezug bleiben, anstatt einen Beruf zu erlernen. Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen, der Hessische Flüchtlingsrat und der Mittelhessische Bildungsverband kritisieren dies als Ausbildungsverhinderungspolitik und fordern die Landesregierung auf, diese Förderungslücke umgehend zu schließen.
In der Debatte um die Einrichtung von AnKER-Zentren für Geflüchtete haben die hessischen Regierungsparteien jetzt vorgeschlagen, die hessische Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen solle als sogenannter „Hessischer Weg“ bundesweit Schule machen. Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen kritisiert, dass dabei die Situation in Gießen beschönigt wird, und lehnt jede dauerhafte Unterbringung Geflüchteter in Massenunterkünften ab.
Im Vorfeld des hessischen Landtagswahlkampfs hat der PARITÄTISCHE Hessen ein Positionspapier zum Umgang mit Rechtsextremismus am Beispiel der Alternative für Deutschland (AfD) verabschiedet. Darin verpflichtet er sich unter anderem, rechtsextremen Positionen klar und offen zu widersprechen und die AfD weder zu eigenen Veranstaltungen einzuladen noch an von ihr organisierten teilzunehmen. Für den Landesverband und seine Mitarbeitenden ist das Papier verbindlich, an die 800 rechtlich eigenständigen Mitgliedsorganisationen wurde es als Empfehlung weitergegeben.
Der PARITÄTISCHE fodert: Kein AnKER-Zentrum in Hessen. Hessen ist neben Bayern und Nordrhein-Westfalen eines von nur drei Bundesländern, das Interesse am Betrieb eines modellhaften AnKER-Zentrums für Flüchtlinge signalisiert hat. Der PARITÄTISCHE Hessen ist empört über entsprechende Presseberichte und appelliert an das Land Hessen, keine solche Einrichtung zu eröffnen und den Plänen des Bundesinnenministeriums eine unmissverständliche Absage zu erteilen.
Nachbesserungen sind dringend erforderlich: Um geflüchtete Jugendliche in Schule und Arbeitsmarkt zu integrieren, hat die hessische Landesregierung zum Schuljahr 2015/2016 an Berufsschulen das Programm InteA gestartet. Nach knapp zwei Jahren zieht derPARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen jetzt eine Zwischenbilanz.
Bestehende Errungenschaften der Frauen- und Geschlechterpolitik geraten zunehmend unter Druck von rechts außen. Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen beobachtet mit großer Besorgnis, dass von dieser Seite die Versuche zunehmen, Frauen- und Menschenrechte Infrage zu stellen und einzuschränken.
Seit Beginn der Sammelabschiebungen nach Afghanistan im Dezember 2016 wurden 14 Geflüchtete aus Hessen in das Bürgerkriegsland ausgeflogen. Im Vorfeld des zehnten Abschiebeflugs nach Kabul, der nach Auskunft des bayerischen Flüchtlingsrates für den 20. Februar 2018 geplant ist, appelliert der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen erneut an die hessische Landesregierung, sich künftig nicht mehr an diesen Zwangsmaßnahmen zu beteiligen.
Der PARITÄTISCHE Hessen unterstützt den Portest gegen den Auftritt der umstrittenen Organisation „Demo für alle“ in Frankfurt am 20. Januar 2018. Das extrem rückwärtsgewandte Menschen- und Familienbild, das sie vertritt, und ihre Nähe zum äußerst rechten Rand ist unvereinbar mit den Werten des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbands.
Günter Woltering hat den PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Hessen 34 Jahre lang erfolgreich aufgebaut, gestaltet und vertreten. Ende November 2017 wird der langjährige Landesgeschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin wird Dr. Yasmin Alinaghi.
Zur vollständigen Pressemitteilung (PDF)
Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen appelliert an die hessische Landesregierung, sich nicht an der für den morgigen Dienstag geplanten Sammelabschiebung nach Afghanistan zu beteiligen.
PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband bemängelt fehlende Lehrerstellen im kommenden Schuljahr für die inklusive Beschulung von Schülern mit Behinderungen
PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband legt Armutsbericht 2017 vor. Auch in Hessen wächst die Armut stetig und ungebremst weiter. Binnen eines Jahres ist sie um mehr als einen halben Prozentpunkt gestiegen und liegt nun bei 14.4 Prozent.
Vor 70 Jahren wurde der PARITÄTISCHE Hessen gegründet. Inzwischen sind wir der zweitgrößte Wohlfahrtsverband Hessens und haben rund 800 Mitgliedsorganisationen.
Der PARITÄTISCHE Hessen appelliert an die hessische Landesregierung und die Fraktionen des hessischen Landtags alle Einzel- und Sammelabschiebungen nach Afghanistan zu stoppen.
Appell an die hessischen Mitglieder im Bundesrat: Anfang Dezember hat der Bundestag das Bundesteilhabegesetz (BTHG) verabschiedet. In der derzeitigen Form reichen die Regelungen jedoch nicht aus, um die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.
Appell zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Anerkannte Flüchtlinge sollten auch künftig innerhalb von Hessen ihren Wohnort frei wählen können. Der PARITÄTISCHE Hessen fordert daher die Landesregierung auf, keine landesinterne Wohnsitzauflage einzuführen.
Der PARITÄTISCHE Hessen fordert Teilhabe statt Ausgrenzung.
„Für einen großen Teil der Menschen mit Behinderung wird sich die Lebenssituation insgesamt verschlechtern“, kritisiert Günter Woltering den Entwurf für das Bundesteilhabegesetz (BTHG), der heute in erster Lesung im Bundestag und morgen im Bundesrat beraten wird.
Insgesamt konnte der PARITÄTISCHE Hessen 300 Patenschaften in der Flüchtlingshilfe vermitteln. Das Programm "Menschen stärken Menschen" wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
barbara.helfrich(at)paritaet-hessen.org
Tel.: 069 955262 43
Mobil: 0163 6141626