Feedback

Das Gedenken an die Opfer von Hanau wach halten

Rassismus-Bekämpfung muss in Hessen gestärkt werden

Ein Monat ist seit dem Terror-Anschlag in Hanau vergangen. Für den morgigen Internationalen Tag gegen Rassismus waren deutschlandweit zahlreiche Veranstaltungen geplant, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden können.  Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen sagt: „Auch wenn die Bekämpfung der Corona-Pandemie derzeit Priorität hat und haben muss, dürfen die Opfer von Hanau und ihre Namen nicht vergessen werden. Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kalojan Velkov, Vili Viorel Păun und Fatih Saraçoğlu wurden von einem Rassisten erschossen, weil sie nicht in sein Weltbild passten.“

Solidarität in der Krise
Der Paritätische Hessen fordert, dass die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus auch und gerade in der derzeitigen Krise weitergehen und deutlich verstärkt werden muss. Denn die allgemeine Verunsicherung könnte von autoritären und demokratiefeindlichen Akteur*innen instrumentalisiert werden und ihnen in die Hände spielen. Marginalisierten Gruppen droht in wirtschaftlich unsicheren Zeiten noch stärkere Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir fordern die hessische Landesregierung daher auf, entschlossen gegen Rechtsextremismus und Rassismus vorzugehen. Dazu gehört auch, rechtsextreme Netzwerke rund um die Taten des NSU und in der hessischen Polizei aufzudecken und zukünftig zu unterbinden.

„Die vielbeschworene Brandmauer gegen Rechtsextremismus ist aktuell wichtiger denn je“, betont Dr. Yasmin Alinaghi: „Solidarische Gesellschaften können Krisen besser bewältigen als gespaltene.“ Auch deshalb ist ein entschlossenes Eintreten gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit jetzt das Gebot der Stunde. Menschen, die Opfer von Rassismus sind, müssen ebenso gestärkt werden wie zivilgesellschaftliche Strukturen.

 „Auch wenn wir am Internationalen Tag gegen Rassismus nicht wie geplant  zu tausenden auf öffentlichen Plätzen eng zusammenstehen können, dürfen Rassismus und Rechtsextremismus nicht unwidersprochen bleiben“, so Dr. Yasmin Alinaghi weiter: „Auch in den sozialen Medien gilt es, Hass und Hetze weiterhin entschieden entgegenzutreten. Sollten Isolation und zwischenmenschliche Distanz aufgrund der Corona-Pandemie längere Zeit notwendig sein, so muss die Zivilgesellschaft  im virtuellen Raum vernetzt und stark bleiben.“

Pressemitteilung (PDF)