25 Jahre soziales Engagement der Kreisgruppe Offenbach
Im "Herzstück Offenbachs", dem multifunktionalen Stadtverordnetensaal des Rathauses, feierte die Kreisgruppe von Stadt und Landkreis Offenbach ihr 25-jähriges Bestehen. Wie stark der PARITÄTISCHE in der Region vernetzt ist, zeigte sich an den zahlreichen Gästen, den Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Stadt- und Kreisverwaltung, den anderen Sozialverbänden und vielen Mitgliedsorganisationen. So vielseitig wie dieser Stadtverordnetensaal genutzt wird, in dem politisch diskutiert und verhandelt, fachlich informiert oder gefeiert und geehrt wird, so bunt und vielfältig zeigt sich auch die lange und engagierte Arbeit der Kreisgruppe, so Sybille Stallmann-Beseler, Regionalgeschäftsführerin des PARIÄTISCHEN in Offenbach in ihrer Begrüßung.
Mit einem Rückblick auf Ereignisse des Jahres 1986 verdeutlichte der Vorsitzende des PARITÄTISCHEN Landesverbandes Hessen, Dr. Wolfgang Werner die zeitliche Dimension und damit den Umfang der Aktivitäten in 25 Jahren erfolgreicher Kreisgruppenarbeit.
Bereits im Foyer des Rathauses erwartete die Gäste umfassendes Informationsmaterial von den über 80 Mitgliedsorganisationen aus Offenbach, die in allen Bereichen der sozialen Arbeit aktiv sind.
Trotz knapper Mittel und Einsparungen von Landesprogrammen hat sich die Kreisgruppe mit ihren ehrenamtlichen Kreisgruppensprecherinnen und -sprechern mit Unterstützung der Regionalgeschäftsführerin konstruktiv und engagiert in den kommunalen Ausschüssen, Ortsligen und landesweiten fachlichen Diskursen eingebracht. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements, was sich auch in der Unterstützung der beiden Einrichtungen, Freiwilligenzentrum und ProFund wiederspiegelt.
Auf die Herausforderungen für Gesellschaft und Wohlfahrtsverbände in der Zukunft ging Frau Prof. Meier-Gräwe in ihrem Festvortrag ein. Die ehrenamtliche und professionelle soziale Arbeit ist ihres Erachtens ein wichtiger Beitrag zur Wertschöpfung in unserer Gesellschaft und dies sollte vom PARITÄTISCHEN offensiv nach außen transportiert werden. Sie forderte eine angemessene Vergütung personenbezogener Dienstleistungen, denn diese seien die Arbeitsplätze der Zukunft. Die demografische Entwicklung und die erschreckend hohe Zahl der jungen Erwachsenen ohne Ausbildungsabschluss stellen eine Herausforderung für die Gesellschaft dar, denn diese Menschen werden als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dienstleistungsberufen gebraucht.
Frau Prof. Meier-Gräwe forderte den PARITÄTISCHEN auf, mit erhöhtem Selbstbewusstsein der Zukunft entgegenzusehen, denn die gesellschaftliche Bedeutung der Wohlfahrtsverbände werde zunehmen.
Im Anschluss konnten sich die Gäste bei einem kleinen Imbiss und musikalischer Begleitung von Thomas Schüler und Thomas Langer, austauschen und weitere Kontakte knüpfen.